Der Assistent (Ka)


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Originaltitel: ----
Verlag: blue panther books
ISBN: 978-3940505965
Erscheinungsdatum: Juli 2010
Genre: Erotik

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Klappentext

Sie liebt ihren Job
und ihren Assistenten.
Sie kann nicht ohne ihn,
doch er kann ohne sie ...

Eine grosse Firma
Eine hörige Chefin
Ein perfekter Assistent...

Quelle: blue panther books

Meine Einschätzung

Dieser Roman gehört zu den Büchern, die ich am liebsten nicht rezensieren würde, doch ich habe selbiges als Rezensionsexemplar bekommen. Darum gibt es kein Kneifen. Meiner Ansicht nach ist "Der Assistent" von Susan Jones eine Geschichte, an der sich definitiv die Geister scheiden werden. Die einen werden himmelhoch jauchzen. Die anderen werden es lediglich in die Ecke werfen. Hier objektiv zu bleiben, kann ich kaum, außer ich betrachtet es von zwei Warten aus - wie so oft, wenn ich etwas von blue panther books lese. Meine Warte, sowie die Warte des geneigten Lesers. "Der Assistent" suggeriert zwar, dass hier die Frau den dominanten Part einnimmt, doch weit gefehlt. 

Ich persönlich kann an einer Geschichte, in der der Wille einer Frau so gebrochen wird, dass sie nur noch eine willenloses Stückchen Mensch ist, keinen Gefallen finden. Ich gebe zu, hätte ich das Gefühl gehabt, dass Rebecca, die Hauptprotagonistin des Buches, voll und ganz damit zufrieden ist, wie eine "Sklavin" behandelt zu werden und so zur Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse eines Mannes genüge trägt - ohne jedwede Liebe - würde ich sagen: Okay, jedem das seine, lass sie mal machen, solange es ihr Spaß macht und sie in dieser Rolle aufgeht. Doch von Zufriedenheit Rebeccas, habe ich in diesem Buch nichts gelesen. Sie lässt sich von ihrem "Assistenten" in ein richtig gehend "tiefes Loch" stürzen und findet selbst in ihrer Arbeit, für die sie vorher alles gegeben hatte, keine Erfüllung mehr. Irgendwie erscheint mir Rebecca jenseits von allem. Wenn man denkt es geht nicht mehr schlimmer, setzt die Autorin dem ganzen noch ein "i"-Tüpfelchen auf. Rebecca wird degradiert zum "Objekt", zum "Spielzeug". 

Freunde dieser D/S-Konstellation, denen es dabei wenig um Liebe, sondern eher um die Dominanz bzw. die Hörigkeit der Protagonisten geht, werden großen Gefallen an "Der Assistent" finden. Denn Marc ist ein Meister seines Fachs - was die Dominanz betrifft. Die Hörigkeit Rebeccas, die Marc allmählich aufbaut, ist von der Autorin sehr gut beleuchtet worden und zeigt dem Leser auf, wie Marc aus der einst selbstbewussten Rebecca eine unterwürfige Frau macht, die nur für den Augenblick lebt, in dem Marc wieder nach ihr "befielt". Positiv anzumerken ist, dass der Protagonist dabei keine körperliche Gewalt anwendet. Doch die seelische Gewalt wirkt auf den Leser nicht weniger grausam. Dem Leser eröffnen sich Situationen, in der man sich die Frage stellt: Wie weit ist ein Mensch bereit aus Liebe - wenn man das in Rebeccas Fall so bezeichnen darf - zu gehen? 

Zum Schreibstil: So wie Susan Jones die Feder schwingt, hatte ich manchmal das Gefühl, das der Autorin die Worte ausgegangen sind, da die Übergänge von einem zum anderen Kapitel oft abrupt wirkten. Doch an diesen Schreibstil kann man sich gewöhnen und es als Stilelement "erklären". Was mich jedoch störte, waren Widersprüche. Hier ein Beispiel aus dem Buch: "...Am College traf sie dann Luke, mit dem sie viele Jahre verbrachte. Der Sex war okay, aber spannungslos gewesen, vorhersehbar schon nach kurzer Zeit. ..." Um auf der nächsten Seite dann so weiterzugehen: "...Sie hatte den Sex mit Luke geliebt, weil er innig war. ..." Was jetzt, war er "spannungslos" oder war er "innig"? 

Susan Jones hat jedoch eines geschafft: Ich wusste während des Lesens nicht, was ich tun soll: Das Buch zerreißen und in den Papiercontainer werfen oder es loben. Loben dafür, dass der Abgrund, in welchen sich Rebecca aus höriger Liebe führen lässt, gelungen schriftstellerisch umgesetzt wurde. Oder Papiercontainer dafür, dass Marc ein gefühlloser Kerl ist, der mit selbstsüchtiger Dominanz Freude daran findet, Frauen - neben Rebecca noch andere - zu brechen und sich hörig zu machen und dabei selbst absolut distanziert zu diesen Menschen bleibt. Das war für mich unvorstellbar und nicht nachzuvollziehen. "Der Assistent" von Susan Jones bekommt von mir 3,5 Punkte.

Bewertung

Der Assistent (Ka)      

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