Die Bernsteinheilerin (Tina)
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Originaltitel: ---- Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426505090 Erscheinungsdatum: April 2010 Genre: historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie

Klappentext
Lübeck zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die kleine Johanna wächst bei -ihren Großeltern auf. Von ihren Eltern weiß sie nicht viel, nur dass die Mutter -wenige Tage nach Johannas Geburt gestorben ist. Nun soll Johanna eine Ausbildung als Bernsteinschnitzerin machen und versteht absolut nicht, warum sie als Mädchen in eine handwerkliche Lehre gehen muss. Hat das -etwas mit dem geheimnisvollen Bernsteinanhänger zu tun, den ihr die Mutter hinterließ?
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Ich würde gerne, ergänzend zum Klappentext, ein paar weitere Figuren vorstellen, die ihren Teil zur Geschichte beitragen:
Marcus Runge ist Apotheker. Er lernt Johanna kennen, als sie in Stolp ihre Ausbildung, zur Bernsteinschnitzerin beginnt. Die beiden verbindet nicht nur die Freundschaft zu Heilkräutern auch die Bekanntschaft zu der jungen Trautlind Scheffler.
Von Bedeutung für Johanna ist auch die Familie von Johann-Baptist Becker. Sie bilden sie in der Kunst des Bernsteinschnitzens aus, und mit Vincent, dem Sohn der Familie, hat sie eine Rechnung offen…
Louis Brian ist der Sohn eines Geschäftsfreundes von Johannas Großeltern. Sie besuchen sich gegenseitig in Frankreich und erleben so einige Abenteuer, auch die Liebe scheint eines davon zu werden..
Lena Johannson erzählt in "Die Bernsteinheilerin" die Geschichte von Johanna und ihrer Mutter Femke gekonnt weiter, denn es gibt da ja noch ein paar Geheimnisse zu entschlüsseln. Diese Fortsetzung schließt genau an den Vorgängerband "Die Bernsteinsammlerin" an. So trifft man auch wieder auf einige der bereits liebgewonnen Figuren, wie etwa Jan Delius, der Sohn von Hein Delius, General Pierre Deval und Johannes Nebbien.
Die Geschichten können unabhängig voneinander gelesen werden; ich empfehle dennoch zum besseren Verständnis die Reihenfolge einzuhalten. Das Erkennen der Zusammenhänge kann schon einmal traurig, aber auch überraschend sein, doch es erhöht das Lesevergnügen ungemein, wenn man die Zusammenhänge auch im Detail verstehen und nachvollziehen kann.
Die Autorin schreibt flüssig und sehr unterhaltsam, geschickt baut sie die Spannung der Geschichte immer weiter aus und rundet alles durch die eingebrachten Erinnerungen Femkes ab. Genial umgesetzt und erzählt fand ich auch den Kampf um Rechte und die Revoltesituation in Frankreich. Lena Johannson vermittelt genauso unterhaltsam viel Lehrreiches, wie Amüsantes und nachdenklich machendes.
Besonders gut gefallen hat mit der abschließende Epilog. Er rundet eine lange Suche ab und versöhnt vielleicht auch den ein oder anderen Leser mit Figuren, die man schon aus dem ersten Teil kennt ;-) Es war für mich jedenfalls ein wunderbares Leseerlebnis.
Gerne weise ich auch auf das besondere Cover hin, das man nicht anders als perfekt bezeichnen kann. Es spiegelt Johanna wieder, wie sie am Ostseestrand steht, zumal im Buch genau eine solche Szene beschrieben wird.
Bewertung
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