Die Druidin (Nicole)


Birgit Jaeckel Kaufen
Originaltitel: Droemer/Knaur
Verlag: Droemer / Knaur
ISBN: 978-3-426-66317-2
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Genre: Historischer Roman / Kelten

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Klappentext

Südlich der Donau 120 v. Chr. Talia kann die Seele eines Menschen sehen und sie vor Unheil bewahren- eine besondere Gabe, die ein skrupelloser Druide nur zu gerne für sich nutzen würde. Im Haus des mächtigen Stammesfürsten Caran sucht die junge Keltin Zuflucht. Unerkannt- denn sie ist die Tochter, die Caran einst zu töten befahl...

Quelle: Droemer/Knaur

Meine Einschätzung

Nachdem die Mutter der Keltin Talia bei der Geburt stirbt und ihr Vater sie im Stich lässt, wird sie von Vebromara, einer mitleidigen Geburtshelferin und Heilerin aufgezogen. Mehr noch- Vebromara rettet dem Säugling das Leben, denn eigentlich sollte Talia kurz nach der Geburt von Vebromaras Hand getötet werden. Als Talia heranwächst und ihrer Ziehmutter eines Tages bei der Pflege von Verletzten mit schweren Brandwunden zur Hand gehen soll, kommt sie mit einem der Opfer in Berührung. Dabei entdeckt sie eine übernatürliche Gabe an sich: Talia hat die besondere Fähigkeit, die Seelen und deren Auren sehen zu können. Diese Fähigkeit ist dem ehrgeizigen Druiden Ientus zunächst ein Dorn im Auge und er verbietet Talia, ihre Fähigkeiten bei anderen Menschen anzuwenden.

Doch einige Jahre später belauscht die junge Keltin den Druiden durch Zufall bei einem Gespräch und erfährt, dass Ientus plant, sie in Besitz zu nehmen und ein Kind mit ihr zu zeugen, das dann seine ehrgeizigen Pläne unterstützen soll- denn Ientus weiß genau, welche große Macht Talias Gabe für ihn bedeuten könnte. So beschließt Talia schweren Herzens zu fliehen.

Als ihre Amme stirbt, begleitet sie daher den gutaussehenden Söldner Atharic, der zusammen mit seiner Söldnertruppe eine zeitlang Zuflucht und Unterkunft in ihrem Dorf gesucht hat, nach Alte-Stadt, der Stadt, in der ihr leiblicher Vater, Caran regiert. Durch Zufall kommt ein Kontakt zwischen Carans hochschwangerer Ehefrau und Talia zustande und letztendlich führt er dazu, dass Talia in Carans Haushalt als Arbeiterin aufgenommen wird. Talia verschweigt ihrem Vater jedoch , wer sie wirklich ist, auch wenn sie nach und nach immer mehr zu der Überzeugung kommt, dass ihr Vater kein so schlechter Mensch sein kann, wie sie es seit ihrer frühesten Kindheit an, annahm. Die Vorstellung, dass ihr eigener Vater ihre Ermordung befehligt haben soll, fällt ihr immer schwerer- bis sie Carans ehrgeizige und kaltherzige Schwester kennen lernt, die ihr dies jedoch bestätigt. Verletzt lässt sich Talia dazu überreden, für Carans Schwester zu spionieren.

Doch als Carans Frau eines Tages ihr Kind gebiert und das Kind zu schwach zum Leben scheint, ist es nur Talias beherztes Eingreifen zu verdanken, dass das Kind überlebt. Caran ist ihr überaus dankbar und versucht Talia dazu zu überreden, ihre besondere Gabe zu fördern. Sehr zum Verdruss des Druiden Ientus, der mittlerweile, in der Hoffnung auf Ruhm und Ehre, ebenfalls nach Alte-Stadt gezogen ist und immer noch alles daransetzt, Talia für sich zu gewinnen. Außerdem verbündet er sich mit Carans Schwester und schmiedet zusammen mit ihr ein gefährliches, politisches Komplott, das am Ende Carans Ende als Stammesführer oder schlimmer noch, seinen Tod zur Folge haben könnte. Doch einem Menschen ist es bestimmt, dieses Schicksal abzuwenden- Talia!

Der Debütroman von Birgit Jaeckel schildert unterhaltsam ein Stück Zeitgeschichte, dass sehr selten in historischen Romanen behandelt wird- und zwar die Zeit der Kelten.

Interessant empfand ich vor allem die religiösen Einflechtungen rund um das Druidentum und welche Auswirklungen der Glauben auf die Menschen der damaligen Zeit hatte. Aber nicht nur der historische Hintergrund ist unterhaltsam beschrieben; die Geschichte der jungen Druidin Talia, die in Alte-Stadt auf ihren zunächst verhassten Vater trifft und in politische Intrigen verwickelt wird, ist sehr spannend und mitreißend umgesetzt und der eingängige Schreibstil der Autorin, fesselte mich regelrecht an das Buch.

Selbst die Charaktere sind durchweg glaubwürdig gezeichnet und man kann sich als Leser sehr gut in Talias Gefühlswelt hineinfinden
Auch wenn man als Leser vielleicht zunächst ein wenig verwirrt sein mag, von den vielen im Roman genannten Völkerstämmen, mit ungewohnt klingenden Bezeichnungen und ihre Beziehung zueinander- es lohnt sich jedoch auf jeden Fall weiterzulesen.

Einziger kleiner Kritikpunkt ist meines Erachtens, die teilweise sehr modern wirkende Ausdrucksweise zwischen den Protagonisten, die eher in unsere heutige Zeit passen würde. Wenn man davon absieht, bekommt man auf jeden Fall ein Buch, das viel Lesespaß verspricht und nebenbei bemerkt auch optisch sehr viel her macht, denn das Cover der gebundenen Knaur- Ausgabe ist sehr ansprechend.

Bewertung

Die Druidin (Nicole)      

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