Moonshine - Stadt der Dunkelheit (Anke)


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Originaltitel: Moonshine
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426507162
Erscheinungsdatum: August 2010
Genre: Paranormal

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Klappentext

The Golden Twenties … Illegale Bars florieren und das Nachtleben in den Jazz-Clubs ist ausgelassen wie nie zuvor. Doch New York hat auch eine dunkle Seite: Kriminalität und Korruption gehören zum Alltag und die Schwachen werden ausgebeutet – egal, ob es sich dabei um Frauen, Immigranten oder Vampire handelt. Zephyr Hollis tut alles, um diese Welt ein bisschen gerechter zu machen. Den Djinn Amir amüsieren ihre Bemühungen, trotzdem bittet er sie um Hilfe: Zephyr soll den Vampir Rinaldo, einen Drogenboss, für ihn finden. Sie macht sich auf die Suche, anfangs weil sie das angebotene Geld braucht, später aus viel persönlicheren Gründen. Dabei gerät sie in ein tödliches Netz aus Hass, Machtgier und Ignoranz …

Quelle: Droemer/Knaur

Meine Einschätzung

New York feiert, trotz Prohibition, feucht fröhlich die wilden 20ziger. Selbst die Vampire, die zu den "Anderen" gehören und damit genauso diskriminiert werden, wie etwa die Schwarzen oder Indianer Amerikas, und ohne irgendwelche rechtliche Vertretung schnell mal gepfählt werden, haben ihren in Rausch versetzenden "Stoff". "Faust" ist kein Alkohol, dieser lässt Vampire verbluten, wirkt aber ähnlich und macht aus der relativ friedlichen Vampirbevölkerung betrunkene und gefährlich marodierende Blutsauger.

Mittendrin Zephyr, die sich unermüdlich und bis zum Letzten, für das Wohlergehen von Minderheiten engagiert. Sich aber auch, dank ihres Vampirjäger-Hintergrundes zu wehren weiß und es nicht zulassen kann, wenn ihre Freunde von "Anderen" bedroht werden.

Da es ihr immerzu an Geld mangelt, nimmt sie den Auftrag des Dschinns Amir an, den Vampirganster Rinaldo aufzuspüren. Dabei stört es natürlich auch nicht, dass sie den geheimnisvollen und attraktiven Dschinn höchst anziehend findet.

"Stadt der Dunkelheit" ist geprägt durch eine düstere Atmosphäre und durch seine Ich-Erzählerin Zephyr, einer höchst widersprüchliche Figur, die sowohl Attribute wie "Blaustrumpf", "Gutmensch", "Bürger- und "Anderen"rechtlerin", als auch den einer ehemaligen "Vampirjägerin" für sich beanspruchen kann.
Diese Kombination könnte eigentlich recht spannend sein, wenn Zephyr nicht dazu neigen würde, alles nur negativ zu sehen und ständig über ihre Blessuren zu jammern, die sie sich ausschließlich selbst durch unbedachte Aktionen zugefügt hat. Aber damit nicht genug, die Hauptprotagonistin beklagt sich auch ständig über Schlaf- und Essensmangel, zu dem sie entweder zu wenig Zeit, oder wahlweise kein Geld hat, weil sie als Gutmensch prinzipiell auch noch den letzten Cent weg gibt, und vieles andere mehr.

Desweiteren weiß die Autorin, über ihre Erzählerin, zwar sehr gut die Welt darzustellen, in der Zephyr ihren Aufgaben nachgeht, doch erfährt man als Leser nur sehr zögerlich etwas über die Figur selbst, so dass ich lange im Dunkeln getappt bin, was die Beweg- und Hintergründe von Zephyr betrifft. Problematischerweise galt das auch für alle anderen Figuren, deren Handlungen ich ebenso wenig nachvollziehen konnte.
Und vielleicht war auch dieses fehlende Hintergrundwissen daran schuld, dass es mir so vorkam, als würden viele voneinander unabhängige Erzählstränge beschrieben und nicht eine zusammenhängende Geschichte, zumindest konnte ich bis zum aufklärenden Finale keine Zusammenhänge zwischen den Protagonisten erkennen.

Das alles zusammengenommen hat es mir nicht gerade leicht gemacht das Buch zu genießen. Ich kann der Geschichte jedoch zu Gute halten, dass ich das Buch deswegen bis zur letzten Seite gelesen habe, da mich, trotz der aufgezählten negativen Punkte, die Welt fasziniert hat, die die Autorin Alya Johnson geschaffen hat.

Bewertung

Moonshine - Stadt der Dunkelheit (Anke)      

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