Die Dienerin des Schwertes (Schnee)
| Ellen Kushner | Kaufen |
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Originaltitel: The Privilege of the Sword Verlag: Goldmann ISBN: 978-3442467075 Erscheinungsdatum: Juli 2008 Genre: Fantasy |
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Klappentext
Katherine ist überglücklich: Ihr Onkel, der Herzog von Tremontaine, hat sie zu sich auf sein Anwesen eingeladen. Das Mädchen vom Land kann es kaum erwarten, in die Gesellschaft von Riverside eingeführt zu werden und vielleicht sogar einen Ehemann zu finden. Doch dann kommt alles anders. Der Herzog findet es amüsanter, sie in der Fechtkunst unterweisen zu lassen, und die verheißungsvolle Stadt entpuppt sich schnell als Labyrinth von Intrigen, Geheimnissen und Gaunern. Wenn Katherine hier überleben will, muss sie kämpfen - für sich, ihre Familie und ihre Liebe...
Quelle: Goldmann
Meine Einschätzung
Katherines Familie droht der finanzielle Ruin. Ihr Onkel, der „irre“ Herzog, eröffnet der Familie eine Möglichkeit, an Geld zu kommen: Katherine muss sich in seine Obhut begeben und sich von ihm ausbilden lassen.
Katherine ahnt nicht, was auf sie zukommt. Sie rechnet mit Unterricht für eine Dame und hofft auf hübsche neue Kleider- doch ihr Onkel plant aus ihr eine Degenkämpferin zu machen.
Anstatt den erhofften Kleidern wird das junge Mädchen in Jungenkleider gesteckt und muss fleißig mit dem Degen trainieren. Anfangs ist sie nicht davon begeistert, doch dann entdeckt sie in der Bibliothek ein Buch über bekannte Degenkämpfer und ist plötzlich sehr angetan vom „Tanz mit dem Degen“.
Als ihre neu gewonnene Freundin in eine brenzlige Situation gerät, liegt es an Katherine die Ehre ihrer Freundin zu retten…
Zu Beginn des Buches war ich etwas irritiert darüber, ob dieses Fantasybuch nicht vielleicht doch eher ein historischer Roman ist. Aber Nein! Auf dem Klappentext stand ganz eindeutig, dass dieses Buch für einen amerikanischen Fantasypreis nominiert ist/war. Der Hintergrund des Romans ist aber dennoch historisch angehaucht, die Sprache ist eher modern und das Fantasyelement sehe ich im Zwischenspiel dieser beiden Welten- ebenso den Degenkampf.
Die Liebe spielt im Buch auch eine Rolle. Keine vordergründige, aber Katherine lernt einen treuen Freund kennen, mit dem sie ihre ersten Erfahrungen macht, und auch ihr Onkel, welcher bisexuell ist, erlebt noch seine Überraschung.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig, richtige Spannung kommt aber leider erst nach der Hälfte des Buches auf. Der Wechsel von der Ich-Erzählerin zu der beobachtenden Position war zunächst gewöhnungsbedürftig, sorgte aber dafür, dass man die Geschichte aus mehreren Sichten erleben konnte.
Die Charaktere möchte ich als außergewöhnlich beschreiben. Besonders der Herzog entspricht keinem Klischee und hebt sich von der Masse auf. Ab und an hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefe der Figuren gewünscht.
Insgesamt ein solider Roman, welcher für gute Unterhaltung sorgt, der aber ein paar weitere Fanasyelemente sicher gut vertragen hätte.
Bewertung
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