Des Teufels Engel (Bacherl)


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Originaltitel: ----
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548263359
Erscheinungsdatum: November 2005
Genre: historischer Liebesroman

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Klappentext

Seit ihrem Brandunfall als junges Mädchen verbirgt Christina ihr Gesicht hinter einer Maske. Ihr Vater, Graf von Rossewitz, schickt seine für den Heiratsmarkt untaugliche Tochter zu ihrer Tante auf die abgelegene Insel Eden. Dort gewinnt die junge Frau sehr bald das Vertrauen und den Respekt der Inselbewohner - und das Herz des attraktiven Sir Anthony Haven. Doch ein Geheimnis zwingt Christina zu einem Leben in Einsamkeit?

Quelle: Ullstein

Meine Einschätzung

Lady Christiana ist gezwungen ihr Gesicht hinter einer Maske zu verbergen. Um die Möglichkeit einer Ehe beraubt, schickt ihr tyrannischer Vater sie zur Pflege ihrer Tante auf die Insel Eden. Unterwegs sammelt Christiana ein bemitleidenswertes Geschöpf auf – einen stummen, verängstigten und körperlich fast zu Tode gefolterten Jungen. Sie sieht in ihm eine verwandte Seele, tauft ihn Thomas, nimmt ihn in ihre Dienste und hat fortan einen treuen Gefährten. Eden samt Einwohner erweist sich für Christiana als große Überraschung und durch ihr Wesen hat sie schnell die Herzen, unter anderem das ihrer grimmigen Tante, im Sturm erobert und auch der gut aussehende Sir Anthony verliebt sich, trotz der Maske, in die außergewöhnliche Frau. Christiana beginnt wieder Gefühle zu spüren, allerdings anders als erwartet…

Dieser Roman hat mich von Anfang an fesseln können, mitunter aufgrund des angenehm flüssigen Schreibstils und der schönen Wortwahl. Ich konnte mir alles wunderbar vorstellen und die Bilder kamen von selber.

Die Geschichte ist zum Seufzen schön und alles andere als einfach gestrickt. Die Dramatik, aus der dann im Laufe der Geschichte eine Wahnsinns-Romantik entsteht, bestimmt die Atmosphäre. Um ehrlich zu sein, war das Ganze schon ziemlich übersteigert aber in dieser Geschichte stimmig und nicht unangenehm.

Der Roman hatte einen großen Spannungs- und auch Überraschungseffekt. Der Leser beginnt sich eine Entwicklung zu wünschen und verfolgt die Handlung wachsam. Zwar überschlagen sich die Ereignisse zum Ende hin etwas arg und einige Erklärungen dafür sind dann auch einfach etwas zu viel „Schicksal“ aber an diesem Punkt ist man der Geschichte schon verfallen.

Die Charaktere sind ebenfalls etwas Besonderes. Beide gequält und füreinander bestimmt. Beide starke Persönlichkeiten mit Seele und großem Sympathiefaktor. Viele Nebencharaktere, die nicht zu oberflächlich bleiben und an der Bewegung im Geschehen beteiligt sind und eine geheimnisvolle Insel als Kulisse!

Der Roman hatte zwar klitzekleine Schwächen aber ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Als ich dann noch erfahren habe, dass es sich um das Erstlingswerk der Autorin handelt, war ich recht beeindruckt.

Bewertung

Des Teufels Engel (Bacherl)      

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