Die Herrin von Mallaig (Kerstin)
| Diane Lacombe | Kaufen |
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Originaltitel: La Châtelaine de Mallaig Verlag: Mira ISBN: 978-3899415773 Erscheinungsdatum: März 2009 Verlag: Cora Band: Historical Sonderband 1 Erscheinungsdatum: Juni 09 Genre: Historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie
La trilogie de Mallaig
1. La Châtelaine de Mallaig / Die Herrin von Mallaig
2. Sorcha de Mallaig
3. L'Hermine de Mallaig
Von der chronologischen Reihenfolge her:
1. L'Hermine de Mallaig
2. La Châtelaine de Mallaig / Die Herrin von Mallaig
3. Sorcha de Mallaig
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Klappentext
Schottland, 1424. Mit gesenktem Kopf doch ungebrochenem Stolz geht die junge Gunelle Keith eine Ehe contre coeur ein: Um ihre Familie zu retten, heiratet die gebildete Tochter eines reichen Schiffseigners aus Aberdeen den ungehobelten Iain MacNeil. Als Ehefrau des Clanführers ist ihr neues Zuhause die Burg Mallaig inmitten der rauen Wildnis der Highlands. Die ungewohnte Umgebung und eine rachsüchtige Nebenbuhlerin machen ihr das Leben schwer. Doch Gunelle ist fest entschlossen, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist: Die Anerkennung durch ihr Volk – und die wachsende Liebe zu ihrem Ehemann.
Quelle: Cora
Meine Einschätzung
Liest man den Klappentext, hat man das Gefühl, dieses oder ein ähnliches Buch schon hundertmal gelesen zu haben. Doch die Umsetzung ist deutlich anders, die Liebesgeschichte steht eher im Hintergrund, die Autorin konzentriert sich vielmehr auf die Schwierigkeiten der jungen Burgherrin und das Alltagsleben auf einer schottischen Burg im 15. Jahrhundert.
Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie, wobei es im zweiten Teil um die Nachfahren von Iain und Gunelle geht und im dritten um die Eltern von Iain. Diese Bücher sind aber leider noch nicht übersetzt. Somit ist „Die Herrin von Mallaig“ vom Chronologischen her eigentlich der zweite Teil der Trilogie.
Nun zurück zur Romanhandlung: Gunelle ist nicht wie so viele Liro-Heldinnen eine Frau des 21. Jahrhunderts, die zufällig im 15. Jahrhundert lebt, sondern ist durchaus ein Kind ihrer Zeit. Sie akzeptiert, dass sie sich ihrem Mann unterordnen muss, nimmt aber dennoch nicht seine anfangs schlechte Behandlung hin. Ihr Tatkraft fand ich sehr bewundernswert und auch ihre Entwicklung von einer behüteten (aber zum Glück nicht verwöhnten) Großstädterin zu einer wahren Highlanderin war sehr gut gezeichnet. Hier kam es der Geschichte sehr zugute, dass sie nicht auf die Liebe zwischen den Protagonisten, sondern auf Gunelle und ihr Leben fokussiert ist.
Den Helden fand ich zu Beginn mehr als gewöhnungsbedürftig. Natürlich ist es bekannt, dass im Mittelalter oft eher die Frauen als die Männer lesen und schreiben konnten, aber Iain empfand ich als sehr „hinterwäldlerisch“ und auch rüpelhaft. Dies erzeugte natürlich einen starken Kontrast zwischen den Figuren und isoliert die Heldin auf der fremden Burg noch mehr, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie Gunelle und Iain je zusammen kommen können, ohne dass die Geschichte an Glaubwürdigkeit verliert.
Iain hat sich dann relativ schnell verändert. Woran das lag, ist mir nicht ganz klar geworden, aber ich habe es einfach akzeptiert und konnte dann die Geschichte wirklich genießen.
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert, aber nur, wenn man nicht mit der Erwartung herangeht, einen Highlander-Roman à la Julie Garwood oder Kinley MacGregor zu lesen. Mit diesen Büchern hat dieses hier nämlich gar nichts gemeinsam.
Kleine Warnung an diejenigen, die sich auch für die anderen Teile der Serie interessieren: Spoilerschrift:Spoiler AnfangIn jedem der Bände geht es um eine andere Generation. Doch während andere Autoren ihre Protagonisten aus den vorherigen Büchern in Würde und Gesundheit altern lassen, nehmen hier die Dinge ihren natürlichen Lauf. Klar ausgedrückt: Die Helden der Vorgängerbücher sterben im nächsten Teil. In "Die Herrin von Mallaig" zum Beispiel sehen wir Gunellas liebevollen Schwiegervater, den Helden aus "L'Hermine de Mallaig" langsam dahinsiechen, bis er schließlich das Zeitliche segnet.Spoiler Ende
Bewertung
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