Gucci war gestern (Simone)


Jen Lancaster Kaufen
Originaltitel: Bitter is the New Black
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47225-3
Erscheinungsdatum: September 2010
Genre: Contemporary

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Klappentext

Jen genießt ihr Leben als egozentrische Glamour-Queen: Sie klaut einem Obdachlosen seinen Koffer, weil er zu ihrer Tasche passt, sie lästert über ihre beste Freundin, und sie sagt immer, was sie denkt – nicht weil sie aufrichtig ist, Jen ist einfach nur gehässig. Doch als sie ihren Job verliert, muss Jen nicht nur lernen, dass man seine Pradatasche lieber nicht mit zum Arbeitsamt nehmen sollte. Sie findet auch heraus, dass man freundlich sein sollte, wenn man ohne Geld etwas erreichen will. Ein schier unüberwindbares Hindernis für Jen …

Quelle: Goldmann

Meine Einschätzung

Jen ist vorlaut, kennt keine Skrupel und will um jeden Preis erreichen, was sie sich vorstellt. Sie ist sarkastisch, direkt, bringt es auf den Kern, Diplomatie und Feingefühl sind überhaupt nicht ihre Stärke (sie ist wohl der Ansicht, diese Fähigkeiten werden überbewertet bzw. sind überflüssig).

Eigentlich eine Zicke, vielleicht sogar das, was von Männern oft als "Bitch" bezeichnet wird - aber sie ist auch eine starke Frau und sehr witzig in ihrem Sarkasmus.

Die meisten Menschen mag Jen nicht, was sie, als sie arbeitslos wird, vor viele Probleme stellt.

Jen ist ein Beispiel für ein Extrem der heutigen Zeit, des heutigen Karrieristen, der sich mit den Ellenbogen durchschlägt, verwöhnt ist und oft wenig Mitgefühl kennt.

Das klingt unsympathisch und ist es auch, allerdings sorgt Jen in ihrer sehr direkten Art und auch sehr treffenden (das kann man nicht bestreiten!) Sicht der Dinge für viel Gelächter beim Leser. Und auf ihre etwas verdrehte Art und Weise meint sie es auch gut mit den Menschen, die ihr nahe stehen.

Oftmals sind in Fußnoten Kommentare, wie Jen Sachverhalte bewertet, angegeben, bei denen man als Leser regelmäßig den Kopf schüttelt, aber doch schmunzelt.

Natürlich verändert Jen die Arbeitslosigkeit, lässt sie ihr Verhalten überdenken und die materiellen Dinge, die ihr immer so wichtig waren, verlieren dann auch an Bedeutung.

Die Geschichte lebt durch die Figur Jen, durch deren Brille alles gesehen wird, von ihren Kommentaren und ihrem "Straight on". Die Art und Weise der Schilderung hat mich als Leser überzeugt, alles ist sehr pointiert geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen.

Fazit: Leser, die Sarkasmus mögen, werden Jen (trotz ihrer Charakterschwächen) lieben. Oftmals direkt und fies - trotzdem muss man lachen. Fans von Laurie Notaro werden auch von Jen Lancasters Schreibweise begeistert sein.

Bewertung

Gucci war gestern (Simone)      

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