Schlechte Tochter (Tina)
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Originaltitel: Mauvise Fille Verlag: Diana ISBN: 978-3453355736 Erscheinungsdatum: September 2011 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Louise ist schwanger, eine Überraschung, ein Glück. Doch beinahe gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Bis zum Tod wird Louise sie begleiten, ihre Launen und Ängste ertragen, den körperlichen Verfall. Gleichzeitig hofft sie, vieles zu klären: Wie kann man selbst eine gute Mutter werden, wenn die eigene versagt hat? Wieso meint man noch als Erwachsene, an allem selbst schuld und als Tochter nie gut genug zu sein? Mit ihrer ratlos offenen Beschreibung einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung ist Justine Lévy ein tief berührender Roman gelungen.
Quelle: Diana
Meine Einschätzung
Selten hat mich ein Buch so bewegt, wie dieses, denn erzählt über eine Abrechnung an Gefühlen, Trauer und Wut. Diese Abrechnung wird nur durch das Wunder des heranwachsenden Babys und die Unterstützung hilfreicher Freude durchbrochen.
Auch das Ende des Buches berührt dann durch sein stilles Glück, und dem Versuch die Spirale des Erlebten zu durchbrechen.
Die Autorin Justine Lévy erzählt mit einer sehr ehrlichen Art, sie schämt sich auch nicht, angesichts der dramatischen Verhältnisse sarkastisch zu sein und ihre Protagonisten ganz offen den "Mutter-Tochter"-Konflikt austragen zu lassen. Schonungslos und wortgewaltig geht die Autorin auch mit der sterbenden Mutter von Louise um und sie macht auch deutlich klar, dass auch sie Versagensängste umtreiben.
Ich als Leser blieb ich nach dem Beenden des Buches sehr nachdenklich zurück und geplagt von den Gedanken darüber, wie ich an Louises Stelle, reagieren würde.
Zudem hat mir Justine Lévy wieder einmal klar gemacht, dass das Leben einem immer wieder neue Einsichten lehrt und vor allem das Geburt und Tod untrennbar zu ihm gehören.
"Schlechte Tochter" ist eine intensiv berührende Geschichte, die noch lange in mir nachklingen wird.
Bewertung
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