Amelie und die Liebe unterm Regenschirm (Kerstin)

Hanna Molden Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442361007
Erscheinungsdatum: Januar 2006
Genre: Contemporary

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Klappentext

Amelie Lenz betreibt in Wien einen Laden für altes Spielzeug. Dank ihrer Stammkunden, wie etwa dem »Wirklichen« Hofrat Julius Hofeneder, der in seiner Wohnung die Leipziger Völkerschlacht mit Zinnsoldaten nachstellt, kann sie sich über Wasser halten. Da stößt sie eines Tages im strömenden Regen mit einem Unbekannten zusammen - und glaubt an den Wink des Schicksals. Zusammen mit ihrer »besten Freundin«, dem schwulen Bühnenbildner Uli Hahn, macht sie sich auf die Suche nach Mister X. Kein leichtes Unterfangen in der Millionenstadt. Doch nach heftigen Liebeswirrungen, findet sie endlich ihren Traummann. Allerdings da, wo sie ihn nicht vermutet hätte...

Quelle: Blanvalet

Meine Einschätzung

Amelie Lenz lebt glücklich und zufrieden in Wien, führt ihr eigenes kleines Geschäft, in dem sie mit antikem Kinderspielzeug handelt, hat ihren kleinen Freundeskreis, eine wunderschöne Wohnung und einen langjährigen Freund.

Doch dies ändert sich abrupt, als sie eines Tages bei Regenwetter in einen Fremden hineinläuft. Sein Gesicht hat sie nicht gesehen, aber ihre innere Stimme sagt ihr, dass er der Richtige ist. Einziger Anhaltspunkt: seine Gamaschen.

Auf der Suche, die sich wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen gestaltet (schließlich ist es schwer, einen einzelnen Mann, dessen Gesicht man nicht kennt in einer Millionenstadt wiederzufinden), findet sie schließlich Gamaschen, die genau so aussehen wie die von "X". Doch der Mann kann unmöglich der Richtige sein. Ebensowenig wie ihr langjähriger Liebhaber, oder ihr blendend aussehender Cousin. Aber wer ist denn dann der Richtige?

Ein unterhaltsames, nettes, flüssig zu lesendes Buch mit Wiener Charme. Leider fand ich die Heldin an einigen Stellen schon extrem naiv. Aber das Buch lebt nicht nur von Amelie, sondern auch von den ganzen mehr oder weniger skurrilen (und teils klischeehaften) Nebenfiguren: von der sich in alles einmischenden Hausmeisterin, dem Wirklichen Hofrat Julius von Hofenstedter, einem Gentleman der Alten Schule, dem schwulen besten Freund Ulli, seines Zeichens Bühnenbildner und diversen anderen.

Die Schauplätze Wien und Salzburg sind sehr schön beschrieben, die Sprache ist flüssig und gut zu lesen.

So weit, so gut, aber leider fand ich das Ende dann doch zu zuckersüß. Das war nicht nur ein Happy End, sondern ein Happy End mit Marzipan-Zuckerguß. Auch bleibt "der Richtige" (den Namen verrate ich hier lieber nicht) ziemlich blass, da er erst relativ spät in Erscheinung tritt. Auch läuft diese Beziehung sehr komplikationslos, als hätte die Autorin nur noch schnell ins Happy End sprinten wollen. Die anderen Männer in Amelies Leben fand ich allesamt interessanter und besser gezeichnet. Auch wenn klar war, dass die Beziehung zu ihnen nichts werden kann, waren hier Amelies Gefühle besser porträtiert als am Ende mit "X".

Bewertung

Amelie und die Liebe unterm Regenschirm (Kerstin)      

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