Der Duft des Sommers (Tina)
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Originaltitel: Labor Day Verlag: Goldmann ISBN: 978-3442312160 Erscheinungsdatum: Juni 2011 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Eine Kleinstadt in New Hampshire: Adele, liebenswert, sensibel und seit ihrer Scheidung todunglücklich, lebt mit ihrem 13-jährigen Sohn Henry völlig zurückgezogen in einem kleinen Haus, das sie nur selten verlässt. Bis Henry sie zu einem Einkaufstrip überredet, der ihrer beider Leben für immer verändern wird. Denn im Supermarkt wird Henry von einem Mann angesprochen, der offensichtlich verletzt ist. Er bittet um Hilfe, und Adele nimmt ihn mit nach Hause. Dort stellt sich heraus, dass Frank, ihr überaus höflicher und rücksichtsvoller Besucher, ein entflohener Sträfling ist. Für ein langes, heißes Septemberwochenende gewähren die beiden ihm Zuflucht. Und während Henry in Frank den lange vermissten Vaterersatz findet, entwickelt sich zwischen Frank und Adele eine zarte, innige Liebe. Eine Liebe, für die sie einen hohen Preis zahlen werden ...
Quelle: Goldmann
Meine Einschätzung
"Der Duft des Sommers" wird von Henry erzählt, ein Junge, der auf der Suche ist, nach Liebe und dem Erwachsenwerden. Und nach einem männlichen Vorbild, denn sein Vater hat eine neue Familie gegründet, aus der er sich ausgeschlossen fühlt.
Henrys unscheinbare Mutter Adele ist ein in sich gekehrter Mensch, bis Frank auftaucht, der sie verzaubert und der sie so liebt, wie sie ist. Frank hingegen ist eine Figur, die man als Leser zunächst einmal vorsichtig beäugt, denn er ist ja ein Sträfling und wer weiß, was er auf dem Kerbholz hat. Doch durch seine ruhige Art und die Wärme und Güte, die er ausstrahlt, hat er auch mein Leserherz erwärmt.
Ähnlich wie die Zubereitung des Pfirsich-Pies, der in der Geschichte eine große Rolle spielt, der mit Geduld, sehr viel Ruhe und Muße vorbereitet werden muss, entwickelt die Autorin Joyce Maynard auch ihre Geschichte. Die Gefühle und Empfindungen der Charaktere wachsen stetig und alles was lang verborgen scheint, kommt wieder und man erkennt was wirklich im Leben zählt. Ein Zitat aus dem Buch spiegelt es gekonnt wieder: “Doch ich kam zum Schluss, das eigentlich Liebe die Droge war. Außergewöhnliche Liebe, für die es keine Erklärung gibt.“
"Der Duft des Sommers" ist eine Liebesgeschichte, die zart, aber sehr liebevoll erzählt wird. Sie zeigt die Vielfältigkeit des Lebens auf. Und dass die Eifersucht manchmal auch die größte Liebe in Gefahr bringen kann.
Das Buch ist so fesselnd geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Zart und einfühlsam erzählt, mit einem versöhnlichen und einfach wunderschönen Ende. Eine absolute Leseempfehlung für alle diejenigen, die Liebesgeschichten mögen.
Leider hat die Autorin vergessen, das Rezept für den sagenumwobenen Pie mit zuliefern. ;-)
Bewertung
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