Die Hebamme von Wien (Tina)

Beate Maly Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548280042
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Genre: historischer Liebesroman

Amazon.de


Klappentext

Wien 1683. Die junge Hebamme Anna und ihre Tante Theresa helfen den Frauen der Stadt bei schwierigen Geburten. Dem Prediger Abraham a Santa Clara ist ihre Arbeit verdächtig: Kann es mit rechten Dingen zugehen, dass sie so oft Mutter und Kind retten können? Ist da Hexenwerk im Spiel? Doch ehe er die Hebammen auf den Scheiterhaufen bringen kann, überfallen die Türken die Stadt. Und es gibt einen Mann, der Anna liebt und die beiden Frauen unbedingt retten will.

Quelle: Ullstein

Meine Einschätzung

Theresa und ihre Nichte Anna gehen den Beruf der Hebamme nach, setzen ihr Leben aufs Spiel indem sie zum Beispiel Geburtszangen einsetzen, die von der Kirche natürlich streng verboten sind. Vor allem nach dem die Lehrherrin von Theresa einem Hexenprozess zum Opfer gefallen ist wird es schwieriger den eh der Arbeit als Hebamme nachzugehen. Doch Theresa und Annas Wille, bei schwierigen Geburten die Mütter zu retten, ist größer als ihre Angst.

Aber da ist auch noch der Prediger Abraham der Verfechter gegen alles Böse ist sauer auf die Hebammen und schreckt auch nicht davor zurück Hexenprozesse und Hetzkampagne anzuzetteln. Und er hat noch eine Rechnung mit Theresa offen.

Dennoch ist die Arbeit als Hebamme auch eine der wenigen Möglichkeiten als unverheiratete Frau den Lebensunterhalt zu verdienen, nachdem Anna’s Mann und der Rest der Familie an der Pest gestorben ist.

Alle diese Ereignisse schweißen die beiden Frauen fest zusammen. Auch als Anna Lorenzo Martecelli, ein Kurier und Jurist, der aus Italien stammt und von Ungarn nach Wien geschickt wird kennen und lieben lernt. Aber darf Lorenzo Anna seine Liebe gestehen? Und kann er sie vor den Gefahren beschützen, denn es kommt zum Krieg mit den Türken und die Folgen sind verheerend für alle.

Beate Maly hat mit „Die Hebamme von Wien“ ein fesselndes Buch geschrieben, das mich vor allem wegen der spannend erzählten historischen Begebenheiten oder z.B. der wunderbar in die Geschichte eingebauten Erklärungen zum Gebrauch der historischen Geburtszange interessiert hat.
Auch Wien ist sehr anschaulich und detailiert beschrieben, so dass man es sich sehr gut vorstellen kann, ohne es jemals gesehen zu haben.

Man lernt die sympathischen Hauptfiguren Anna, Theresa aber auch Lorenzo sehr gut kennen. Aber nicht nur die Hauptcharaktere bleiben in Erinnerung, auch die wunderbaren Nebenfiguren bleiben einem lange im Gedächtnis, wie z.B. Hannes, den Waisenjungen den Theresa und Anna bei sich aufnehmen oder Pater Amseln, der die Frauen beschützt. Auch bei der Beschreibung der Figuren profitiert man als Leser vom flüssigen und anschaulichen Erzählstil der Autorin.

Ich jedenfalls habe das Buch nicht aus der Hand legen können, weil man unbedingt wissen möchte wie die Geschichte weiter geht und was am Ende sein wird.

Bewertung

folgt...      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite