Faszinierend wie der Kuss des Herzogs (Kathi)
| Amanda McCabe | |
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Originaltitel: How to Deceive a Duke Verlag: Cora Band: Mylady Band 518 Erscheinungsdatum: Oktober 2009 Genre: historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie
The Muses of Mayfair

Klappentext
Was geschieht in der antiken Villa, wenn bei Sizilien die Sonne im Meer versinkt? Clios Neugierde ist größer, als es sich für eine junge englische Lady in der Sommerfrische geziemt! Abenteuerlustig beschließt sie, den Gerüchten auf die Spur zu kommen, nach denen Räuber einen Schatz in dem alten Gemäuer suchen – und läuft dabei Edward Radcliffe, Herzog von Averton, in die Arme: dem Mann, der sie schon so lange fasziniert – und dem sie nie zu vertrauen wagte. Und selbst als er sie heiß küsst, fragt sie sich, ob sie ihr Herz einem Helden oder einem Schurken schenkt…
Quelle: Cora
Meine Einschätzung
Ich halte es für gewagt und unklug, den Mann, der im zweiten Teil einer Serie als charmanter Held wahrgenommen werden soll, im ersten Buch als brutalen Vergewaltiger vorzustellen. Dies setzt sich zweifelsohne in den Köpfen der Leserschaft fest und macht es schwer, mit eben diesem Mann zu sympathisieren.
Wie eben angedeutet, kam ich mit dem Helden, Edward Radcliffe, Duke of Averton, nicht auf „einen grünen Zweig“. Ich verachtete ihn sogar, da ich – im Gegenteil zu Clio – ganz genau wusste, was er in seiner Jugend verbrochen hatte. Nun blieb mir allerdings nichts anderes übrig, als mich mit dem fragwürdigen Helden zu arrangieren – Schließlich wollte ich durchaus wissen, wie die Geschichte um die Chase-Musen weitergeht und die Handlung des Buches hat mich dann auch nicht enttäuscht.
Noch ein wenig geheimnisvoller als im ersten Teil berichtet Amanda McCabe, welche Erfahrungen die Chase-Schwesten machen. In diesem Teil der Serie ist das Augenmerk auf Clio gerichtet, die zweitälteste der Musen. Clio ist dem Leser bereits bekannt, allerdings wird ihr Denken und Handeln von einer ganz neuen Seite – von ihrer Seite – beleuchtet, so dass wir Clio noch einmal richtig kennen lernen können. Sie ist ein wenig wechsellaunig, was es manchmal erschwert, sie zu verstehen – Aber damit macht sie ihrer musischen Namensvetterin alle Ehre.
Die Geschichte ist dennoch sehr gut konstruiert. Es wird allerdings häufig auf die Geschehnisse des ersten Teils „Betörend wie der Duft der Lilie“ zurückgegriffen. Daher ist es empfehlenswert, nicht mit dem zweiten Teil in die Serie einzusteigen, sondern am Anfang zu beginnen.
Die Geheimnisse um den Kunstraub und die Habgier einiger Mitglieder der englischen Gesellschaft enden nicht mit diesem Buch. Das ist auch gut so! Amanda McCabe erzählt vielmehr über viele Bände eine Geschichte, die gerade wegen ihrer ausdauernden Vielfältigkeit so real wirkt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht – mit Calliope und Cameron (die sich während dieses Teils auf ihrer Hochzeitsreise befanden), Clio und Edward, Thalia und Marco (die sich in Santa Lucia, Sizilien näher kamen) und natürlich interessiert mich auch Edwards Konfrontation mit Cameron (der Edward und seine Schandtaten zutiefst verachtet).
Fazit: Der flüssig-geheimnisvolle Schreibstil der Autorin nahm mich auch bei diesem Teil der Serie wieder gefangen. Dennoch konnte ich mich nicht so sehr für die Charaktere erwärmen – deshalb 4/5, nette Unterhaltung.
Bewertung
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