Oh my Darling... (Elena)

Teresa Medeiros
Originaltitel: Nobody's Darling
Verlag: Cora
Band: Historical Gold Band 94
Erscheinungsdatum: März 2000
Genre: historischer Liebesroman



Klappentext

Mit gezogenem Revolver stürmt die zierliche Esme im Sommer 1878 in den Saloon von Calamity, um Billy Darling zu stellen, den sie für den Mörder ihres Bruders hält. Doch Billy lacht nur. Da drückt Esme ab – und fällt in Ohnmacht. Das ist der Beginn einer abenteuerlichen Lovestory, wie sie der wilde Westen nicht alle Tage erlebt. Esme ist nämlich keine Revolverheldin, sondern die gebildete Enkelin des Duke of Wyndham. Und Billy Darling ist kein Verbrecher, sondern ein rauhbeiniger Texas Ranger. Gemeinsam finden sie Esmes Bruder und verhindern, dass er eine Bank ausraubt. Inzwischen ist der Duke angereist. Mit den schönsten Kleidern stattet er Esme aus. Als Billy sieht, wie vornehm sie wirkt, hält er sich nicht mehr für standesgemäß und schwört seiner Liebe ab. Traurig kehrt Esme nach London zurück. Aber lange kann Billy ohne sie nicht leben. Er folgt ihr und ist entschlossen, um sie zu kämpfen...

Quelle: Cora

Meine Einschätzung

Mit einer Waffe in der Hand stürmt Esmeralda den Saloon von Calamity- Ihr Ziel: Den vermeidlichen Mörder ihres Bruders zur Rechenschaft ziehen. Hierbei handelt es sich um den berüchtigten Revolverhelden Billy Darling. Sie tötet ihn natürlich nicht, sondern bringt ihn dazu mit ihr ihren noch recht lebendigen Bruder zu suchen. Sie finden diesen, während er eine Bank ausrauben will und bei einem Schusswechsel wird Billy verletzt. Während Esme ihn gesund pflegt bemerkt sie welche tiefen Gefühle entstanden sind und Billy geht es nicht anders. Da es sich bei Esme allerdings nicht um eine ganz normales Mädel handelt, sondern um die Enkelin des Duke of Wyndham, beschließt Billy sie aufzugeben und in ihre wohlbehütete Welt zurück zu schicken. Esme kehrt also mit ihrem Großvater, der ihr nachgereist ist, zurück und versucht über ihren Schmerz hinwegzukommen und die schmerzlichen Worte (mit denen Billy sie letztendlich losgeworden ist) zu vergessen.

Als sie in London dann eine Wild West Show besucht traut sie ihren Augen kaum - Ihr erster Gedanke ist Flucht, denn Hauptakteur auf der Bühne vor ihr ist niemand anders als Billy Darling.....

Dieses Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen, was ich in größtenteils dem sehr guten Schreibstil der Autorin zuweise. Er ist einfach nur wunderbar flüssig, detailliert aber nicht überladen.

Ihre Charaktere: Der Held ist, natürlich ein harter Cowboy mit weichem Kern und die Heldin ein wohlerzogenes Mädel aus gutem Hause, das im rauen Westen einen Mörder sucht. Mit der Heldin hatte ich anfangs einige kleine Probleme, da mich diese allzu naiven Weibchen doch ab und an mal etwas stören aber bis zum Ende hin haben wir uns doch angefreundet, da sie da auch gar nicht mehr so weibchenhaft war. Er war genau so, wie ich mir meine Cowboys wünsche, allerdings wäre ein bisschen weniger „tortured“ auch ok. gewesen, da sonst irgendwann doch ein kleiner Nervfaktor entsteht (egal wie anschmachtenswert der Held ansonsten ist). Für all das wird man allerdings mit dem Finale, nämlich einer genialen Rückeroberungsaktion, wirklich gut entschädigt.

Wenn zwei so gegensätzliche Charaktere sich auf eine gemeinsame Mission begeben, sind witzige Wortgefechte eigentlich schon Programm. Ich bin ein Fan von Lektüre mit einer guten Prise Humor, die alle Bücher der Medeiros, welche ich bis Dato lesen durfte, begleitet - auch hier habe ich stellenweise laut gelacht bei so einigen Aktionen von Esme. Auch einen berüchtigten Revolverhelden mit dem Nachnamen "Darling" zu betiteln lässt die Augen teilweise feucht werden.

Fazit: Ein empfehlenswerter, romantischer Liro für alle Wild West Fans.

Bewertung

Oh my Darling... (Elena)      

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