Papanoia (Simone)


Ralph Martin Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492259149
Erscheinungsdatum: November 2011
Genre: Contemporary

Amazon.de
Bol.de
Libri.de

Klappentext

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Vor allem für einen Ex-New-Yorker Schriftsteller mitten in Prenzlauer Berg. Seine Freundin erklimmt gerade die nächste Stufe der Karriereleiter als TV-Journalistin, also muss er sich zu Hause um den Nachwuchs kümmern. Er taucht ein in einen völlig fremden Kosmos aus Yogamüttern und Fahrradfanatikern. Doch was tun, wenn das Töchterchen die Bio-Brause verweigert und auch in der pädagogisch wertvollen Kita nicht auf ihre Barbie verzichten will? Während Papa sich den Kopf zerbricht, muss er irgendwann verblüfft einsehen: die kleine Lulu geht weitaus gelassener mit den allzu feindlichen Bedingungen um als der paranoide Papa …

Quelle: Piper

Meine Einschätzung

Guy lits zum Thema Hausmann gibt es inzwischen ein paar, auf diesen Neuen war ich gespannt, der Titel „Papanoia“ weist schon auf einige Turbulenzen im Leben des Autors hin.
Mir hat das Buch auch gut gefallen, der Amerikaner Ralph Martin schildert, wie er sein neues Leben in Berlin mit seiner Freundin und dem ungeplanten Nachwuchs Lulu zu meistern versucht.

Da seine Freundin Karriere macht und das Magazin, bei dem er als Redakteur gearbeitet hatte, eingestellt wurde, wird Ralph zum Hausmann und Vollzeitvater.
Er freut sich auf seine Tochter, stellt aber bald fest, dass nicht unbedingt er sie erzieht, sondern dass vielmehr im Alltag seine Kleine oft den Ton angibt und genau weiß, was sie möchte.

Das Kind ein Produkt der Erziehung oder der Gene? Ralph ist sich nicht sicher und laviert sich erzieherisch durch den Alltagsdschungel mit Kleinkind.

Stressend sind für ihn die „Supermütter“, die, wie ihre Kleinen perfekt angezogen sind und alles durchplanen. Dass Lulu auf glitzerndes Pink und Leoprints steht und auch noch der Meinung ist, sie sei Barbie, kommt in diesen Kreisen nicht unbedingt gut an…

Aber mit der Zeit merkt Ralph, dass das unbekümmerte Selbstbewusstsein seiner Tochter so einiges für sich hat und versucht auch, von ihr zu lernen.

Die Authentizität und Offenheit, mit der der Autor berichtet, hat mir gut gefallen. Dass sein neues Leben nicht einfach ist und dass es als Paar auch ganz schön schwierig ist, mit den vertauschten Rollen klarzukommen, wird deutlich. Trotzdem sieht Ralph Martin den Alltag und das Geschehen mit einem entspannten Zwinkern. Dass er aus dem amerikanischen Kulturkreis kommt und sich mit so manchen deutschen Eigenheiten und sprachlichen Missverständnissen herumschlagen muss, führt beim Leser auch zu einem Lächeln.
Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen, schließlich – so viel sei verraten – gibt es am Ende des Buches ein Geschwisterchen für Lulu…

Fazit: Unterhaltsamer Dad-Guy-Lit, der recht ungeschminkt und mit einem Zwinkern die Erlebnisse des „modernen Hausmanns“ beschreibt.

Bewertung

Papanoia (Simone)      

zum Seitenanfang     zur zuletzt besuchten Seite