The Rules of Gentility (Kerstin)

Janet Mullany Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Avon Books
ISBN: 978-0061229831
Erscheinungsdatum: November 2007
Genre: historischer Liebesroman

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Klappentext

Regency heiress Philomena Wellesley-Clegg has rather strong opinions about men and clothing. As to the former, so far two lords, a viscount, and a mad poet have fallen far short of her expectations. But she is about to meet Inigo Linsley, an unshaven, wickedly handsome man with a scandalous secret. He's nothing she ever dreamed she'd want—why then can she not stop thinking about how he looks in his breeches?

A delightful marriage of Pride and Prejudice with Bridget Jones's Diary, Janet Mullany's The Rules of Gentility transports us to the days before designer shoes, apple martinis, and speed dating—when great bonnets, punch at Almack's, and the marriage mart were in fashion—and captivates us with a winsome heroine who learns that some rules in society are made to be broken.

Quelle: Avon

Meine Einschätzung

Miss Philomena Wellesley-Clegg hat nur eines im Sinn: Hüte. Nebenbei soll sie aber auch noch einen Ehemann finden. Im Moment gibt es fünf Gentlemen, die dafür in Frage kämen. Dabei kollidieren Phillys Geschmack und der ihrer Eltern: während der eine unfraglich gutes Heiratsmaterial wäre, da er einen unfehlbaren Modegeschmack hat, sind die Eltern doch eher auf einen Titel erpicht (die Familie ist nämlich nicht mit den Wellesleys verwandt, sondern stammt aus dem Handel). Doch dann trifft Philly auf den Schwager ihrer besten Freundin, Mr. Inigo Linsley. Dieser sieht zwar von seiner Kleidung her aus wie ein Diener, aber er macht Philly ein gutes Angebot: eine Scheinverlobung. Er bekommt dafür von seiner Familie einen kleinen Grundbesitz und Philly kann sich in Ruhe auf dem Heiratsmarkt umsehen. Nur muss Philly gestehen, dass Inigo bald mehr ist als nur ein Platzhalter…

Am Anfang war ich begeistert: die Sprache ist rund, flüssig, witzig, mit vielen Anspielungen auf Jane Austen. Hinten im Buch erklärt die Autorin auch, dass sie als Vorbild für Philly in gewisser Hinsicht Lydia Bennet hatte. Als Vorlage diente ein Paragraph aus „Stolz und Vorurteil“, in dem Lydia von einem Hutkauf berichtete. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Philly und Inigo abwechselnd aus ihrer Perspektive in der Ich-Form berichten.
Philly ist zwar sehr oberflächlich, aber ich beschloss, mich davon nicht weiter stören zu lassen.
Dafür häuften sich nach einiger Zeit andere Dinge, die mich störten und die ich nicht mehr ignorieren konnte.
Zum Beispiel reden Inigo und Philly kaum miteinander. Man erfährt aus Inigos Gedanken, dass er sie für oberflächlich hält. Kurze Zeit später treffen sie wieder aufeinander – und er ist von ihr fasziniert, obwohl sie kein Wort gewechselt haben und er sie immer noch für oberflächlich hält. Philly scheint auch keine besonderen Gefühle für Inigo zu haben. Immerhin hält sie ihn aufgrund seiner Kleidung zunächst für einen Diener. Doch statt mehr aus diesem Missverständnis zu machen, kommt die Autorin auf diese Tatsache nicht mehr wieder zu sprechen. Philly also hegt keine Vorliebe für Inigo – kurze Zeit später ist sie aber Hals über Kopf in ihn verliebt. Wieso? Warum? Es waren zwischenzeitlich keine Szenen zwischen den beiden. Was also ist passiert? Ich weiß nichts über die beiden, und das, obwohl beide aus der 1. Person direkt ihre Geschichte erzählen.
Auch später kommen einige Unwahrscheinlichkeiten vor, auf die ich jetzt aufgrund von Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte. Nur soviel: wie kann man (frau) nur so dumm sein? Eine Handlung von Philly hat mich davon überzeugt, dass sie Inigo nicht wirklich lieben kann, so dass er mir bei dem Happy End richtig Leid getan hat.
Außerdem kamen für einen traditionellen Regency viel zu viele Skandale vor: uneheliche Kinder, Mätressen, etc. All das prasselt auf ein wohlbehütetes Mädchen der Regency-Zeit ein und sie akzeptiert das alles in Seelenruhe. Auch das kommt mir nicht richtig vor.
Auf dem Klappentext steht: eine Mischung aus Stolz und Vorurteil und Bridget Jones. Nun ja, wenn man Bridgets Selbstbezogenheit und Naivität mit Lydias Oberflächlichkeit kombiniert, könnte das hinkommen.
Wegen der schönen Sprache, der wirklich netten ersten Hälfte des Buches und der wunderbaren Idee mit den beiden Perspektiven gebe ich gerade noch.

Bewertung

The Rules of Gentility (Kerstin)      

Tipps für Original Lese Anfänger

von Kerstin

Englisch-Schwierigkeitsgrad: die Wörter sind bis auf ein paar altmodische Wörter nicht schwer zu verstehen, aber die Sätze sind ziemlich lang und unübersichtlich. Mittelschwer.

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