Die Seidenweberin (Jana)
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Originaltitel: ---- Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3-426-66256-4 Erscheinungsdatum: November 07 Genre: historischer Liebesroman |
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Klappentext
Nach dem Tod ihrer Eltern wird die junge Fygen in die Obhut ihres lüsternen Onkels gegeben.
Nur der mütterlichen Sorge seiner Haushälterin ist es zu verdanken, dass sie seiner Begierde nicht zum Opfer fällt: Sie wird nach Köln zu ihrer Tante Mettel geschickt, bei der sie das Handwerk einer Seidenweberin erlernen soll. Doch Mettel entpuppt sich als grausame und ungerechte Lehrherrin.
Fygen ist vom ersten Augenblick an fasziniert von den Stoffen, mit denen sie nun tagtäglich umgehen darf. Bald schon stellt sich heraus, dass in ihr eine begabte Seidenweberin steckt – sehr zum Unwillen ihrer Tante und deren Tochter, die alles daransetzen, um Fygen das Leben zur Hölle zu machen. Allen Widerständen zum Trotz wächst Fygen zu einer mutigen jungen Frau heran, die keine Auseinandersetzung scheut – nicht mal mit Peter Lützenkirchen, dem wortgewandten Vorsitzenden des Seidamts. Ihm imponiert die selbstbewusste junge Seidenweberin – doch keiner ahnt, dass ihre Herkunft von einem Geheimnis umgeben ist…
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Nach dem Tod ihres Vaters, die Mutter ist kurz nach der Geburt verstorben, wird die junge Fygen in die Obhut ihres Onkels gegeben. Dieser wirft bald ein Auge auf das zwölfjähre Mädchen. Nach einem Vorfall im Kontor des Onkels erwirkt die Haushälterin Lijse, nach eindringlicher Absprache, dessen Erlaubnis Fygen nach Köln ins Haus ihrer Tante Mettel zu schicken, damit sie dort das Seidenweberhandwerk erlernt.
In Köln angekommen muss Fygen feststellen, dass Ihre Tante eine grausame und ungerechte Lehrherrin ist und auch das ihre Base Grete ihrer Mutter in nichts nachsteht. Mettel und Grete machen der jungen Fygen von nun an das Leben schwer. Einzigen Trostblicke sind die Freundschaft zu Katryn und die Faszination die die Seidenstoffe auf sie ausüben.
Was den Mann fürs Leben betrifft, hat Fygen zum einen Rudolf, der Sohn aus einer Weinzapfes (Weinstube) der sie liebend gerne heiraten möchte und dann ist da auch noch Peter Lützenkirchen, den sie schon lange heimlich liebt.
Das Leben wird für Fygen und Peter nicht langweilig. Es passiert allerhand in der Zeit, welches Einfluss auf das Leben der Beiden, Ihrer Familie und von Freunden nimmt.
Als Peter bei der Rettung einer Nonne aus den brennenden Konvent tödliche Verletzungen erleidet, bricht für Fygen eine Welt zusammen.
Aber das war noch nicht das Ende der Schicksalsschläge, die die Seidenweberin hinnehmen muss. Ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit hat sie eingeholt und bedroht nun ihre Existenz.
‚Die Seidenweberin‘ lässt sich gut lesen, obwohl im 1. und 2. Teil, des Buches, sind die Szenen ein weinig zu langatmig beschrieben, hier hatte ich das Gefühl ein paar Kürzungen wären vorteilhaft gewesen.
Ursula Niehaus präsentiert von Anfang an ein breites Spektrum an Geschichtswissen und so musste ich mich auch erst in die Zeit um 1470 hineinlesen. Auch wenn ich keine Anfängerin im Lesen von historischen Romanen bin, musste ich manche Stellen schon zweimal Lesen um wirklich alles mitzubekommen und zu verstehen.
So bekommt der Leser das volle Programm Geschichtswissen. Ausführlich werden die alltäglichen Gebräuche, die Funktion der Zünfte der Stadt Köln, ja des ganzen Stadtwesens erklärt. Und auch die Beschreibung der Seidenherstellung kommt nicht zu kurz.
Der 3. und 4. Teil des Buches las sich dann schon etwas flüssiger und die Handlungen kamen schneller zum Ziel. Und das obwohl die Anzahl der Namen und Titel nicht abnimmt, sondern eher noch mehr Personen dazukommen. Ich musste so manches mal genau überlegen, wer den nun mit wem und wie in Verbindung steht.
So ist die Geschichte nicht nur eine Art Biografie der Titelfigur Fygen, sondern es passiert so vieles mehr im Umfeld der Figur.
Man sollte für den Roman Ruhe und Zeit zum Lesen mitbringen und ‚Mann und Maus fernhalten‘, da der Lesestoff nichts für nebenbei ist und er einfach keine Unterbrechungen beim Lesen verträgt.
Alles in allem ein für mich gelungener Roman und wenn es eine Fortsetzung geben sollte, wäre ich gleich mit dabei. ;-)
Noch ein Kompliment an Droemer/Knaur denn das Cover ist ansprechend und das Hardcoverbuch von sehr guter Qualität.
Bewertung
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