Nocturna (Kathi)
- Die Nacht der gestohlenen Schatten
| Jenny-Mai Nuyen | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: cbt fantasy ISBN: 978-3-570-30544-7 Erscheinungsdatum: März 2007 Genre: Fantasy / Young Adult |
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Klappentext
„Es war alles schwarz. Dann schwebte etwas Rotes aus der Finsternis – ein Buch. Jemand tauchte seine Feder in ein Fläschchen voll dunkler, dicker Flüssigkeit. Er hörte das Kratzen der Feder auf dem Papier, spürte, wie es alles aus ihm herauslockte, seine Erinnerungen aufsaugte und einfing.“
Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, um daraus Bücher von magischer Schönheit zu schaffen – die Nocturna. Seit sie Tigwid, den Dieb, bestohlen haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine Prophezeiung, kann die düstere Macht der Noctuna brechen.
Quelle: cbt
Meine Einschätzung
Es war einmal …
… in einer fiktiven Zeit – irgendwann nach Ende des 17. Jahrhunderts in einer Zeit des Aufschwungs und Fortschrittes – an einem fiktiven Ort ein 15-jähriges wohlhabendes und hochmütiges Mädchen. Doch dieses Mädchen war etwas Besonderes: Sie beherrschte das „Sprechen“ mit Tieren. Zur selben Zeit an fast dem selben Ort: ein Junge, der nicht alterte, der nicht starb und ein weiterer Junge, der vom Raub seiner glücklichen Erfahrungen nicht die geringste Ahnung hatte.
Diese Drei – Apolonia, Marius alias Vampa und Gabriel alias Jorel bzw. Tigwid – verband allerdings mehr, als nur Zeit und Ort. Gemeinsam setzten sie sich – aus unterschiedlichen persönlichen Gründen – das Ziel, den geheimnisvollen Motten (Menschen mit magischen Fähigkeiten), die sich selbst als „Dichter“ bezeichneten, das Handwerk zu legen. Doch richtete dich ihr Hass gegen die Richtigen? Waren die Dichter tatsächlich so schlecht und böse?
Jenny-Mai Nuyen gliederte auch „Nocturna – die Nacht der gestohlenen Schatten“ wieder in mehrere Hauptkapitel oder wie sie diese bezeichnet: Bücher. So blieb sie dem Stil treu, den sie schon in ihrem ersten Roman „Nijura – das Erbe der Elfenkrone“ wählte. Bei ihrem Drittling unterteilte sie in zwei Bücher, die sich in der Sichtweise, wer oder was böse, wer oder was gut ist, unterscheiden. Sind die Figuren im ersten Buch fester Überzeugung, dass die Dichter für Grausamkeit und Übel stehen, so gerät diese Sicherheit im zweiten Buch mächtig ins Schwanken.
Anders als Nuyens erster und zweiter Roman spielt „Nocturna – Die Nacht der gestohlenen Schatten“ nicht in einer Fantasy-Welt. Fiktiver Ort: Ja! So wird die kleine Grafschaft Caer Therin erwähnt, die auf keiner „unserer“ Landkarten existiert und doch spielt die Geschichte in „unserer“ Welt. Wie schon oben erwähnt, taucht der Leser auch in eine fiktive Zeit ein. Man kann beim Lesen viele Merkmale von Epochen der Geschichte finden, die so nie zusammen auftraten.
Sprachlich gefiel mir Nuyens dritter Roman besser als seine Vorgänger. Ich war überrascht, gleich spannend in das Geschehen hinein gezogen zu werden – was ja bei „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ und auch bei „Das Drachentor“ nicht der Fall war. Keine langen Erklärungen am Anfang und auch keine langatmige „Erwärmphase“ der Autorin.
Spannend, verwirrend, unerwartet und witzig ging es dann auch weiter. Wieder spielten Liebe und Hass, Vertrauen, Loyalität und Verrat eine wichtige Rolle. Wieder werden wir mit dem Tod konfrontiert. Das alles führt dazu, dass es schwer fällt, den Blick von den Seiten zu lösen.
Fazit: Ein sehr unterhaltsamer und spannender Roman, der nicht nur für Jugendliche, sondern auch durchaus für Erwachsene zu empfehlen ist!
Bewertung
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