Die Alchemie der Unsterblichkeit (Ka)
| Kerstin Pflieger | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Goldmann ISBN: 978-3442474837 Erscheinungsdatum: Juni 2011 Genre: Young Adult / Paranormal |
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Klappentext
Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage
Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten ...
Quelle: Goldmann
Meine Einschätzung
Willkommen in Dornfelde, dem "Sleepy Hollow" vom Schwarzwald, im Jahre des Herren 1771. Wer die filmische Umsetzung von Tim Burton gesehen hat, weiß genau in welcher Stimmung "Sleepy Hollow" gedreht ist. Genauso so düster und unheimlich ist "Die Alchemie der Unsterblichkeit" doch gleichzeitig ist es erfrischend anders als andere Bücher, in denen es von Menschen, Vampiren und Werwölfen wimmelt. Die Charaktere, die Kerstin Pflieger aufzeigt, sind gut beschrieben und wunderbar individuell. Doch Vorsicht: Die Autorin "traut sich" in ihrer schriftstellerischen Freiheit auch schon mal, den einen oder anderen "Guten" ins Jenseits zu befördern! Was den Leser zwar etwas leiden, die Spannung jedoch steigen lässt.
In "Die Alchemie der Unsterblichkeit" sind die paranormalen Wesen so wie sie bereits bei Bram Stoker waren: nicht gerade "freundlich". Kerstin Pflieger entführt den Leser tief hinein in die Geschichte von Icherios Ceihn, der von einer geheimnisvollen Kanzlei angeheuert wird die Morde, die im entlegenen Ort Dornfelde, im Dunklen Territorium geschehen, aufzuklären. Was er dort vorfindet, läßt in schier erstaunen: In scheinbar friedlicher Koexistenz leben Menschen, Vampire und Werwölfe beisammen - wären da nicht diese grauenhaften Morde.
Der manchmal etwas schusselige, doch liebenswerte Icherios Ceihn wird bei seinen Ermittlungen, samt seiner klugen Ratte Maleficium, in eine Spirale gezogen, die voll bestückt ist mit Irrlichtern, Vampiren, tierischen Werwölfen, Alchemie, um nur einige zu nenne. Kerstin Pflieger verwebt den erzählerischen Hauptstrang gekonnt mit Nebenhandlungen und diversen Charakteren. So ist man als Leser damit beschäftigt sich zu fragen, wer wohl die Morde begangen hat. Die Spuren, die die Autorin dabei legt, führen nicht selten in die Irre.
Die Autorin schafft mit diesem Buch eine stimmige Atmosphäre zu beschreiben, die den Leser direkt in das schaurige Dornfelde und die blutigen Vorkommnisse hinein katapultiert. Icherios Ceihn muss sich im Dunklen Territorium gleichermaßen mit Menschen, Vampiren und Werwölfen herumschlagen. Das Lüften der dorfeigenen Geheimnisse hält ihn so manches Mal davon ab, sich um das Eigentliche, nämlich die Aufklärung der brutalen Morde, zu kümmern. Sehr viel versprechend bei der Aufklärung der Morde sind für den Leser die Textpassagen, die Kerstin Pflieger den Mörder "sprechen lässt".
Manchmal hätte ich Icherios gerne etwas angeschoben, wenn es darum gegangen ist, richtige bzw. logische Schlussfolgerungen, aus den zur Verfügung gestellten Informationen, zu ziehen. Der Täter kann, wenn man darauf achtet, durchaus schon bald entlarvt werden. Dies mag für den Moment der Geschichte vielleicht etwas die Luft herausnehmen, doch das, was um die Morde herum passiert, ist wirklich nicht ohne. Einer Fortsetzung, die sich mit "Der Krähenturm" ergibt, sehe ich mit Freude entgegen. Vielleicht gewährt die Autorin den geneigten LeserInnen dann mehr Einblick in die Person Icherios Ceihn. Von mir gibt es für den historisch-fantastischen Krimi "Die Alchemie der Unsterblichkeit" 4,5 Punkte.
Bewertung
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