Eine unwiderstehliche Versuchung (Anke)

Barbara Pierce Kaufen
Originaltitel: Wicked under the covers
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453772526
Erscheinungsdatum: Dezember 2009
Genre: historischer Liebesroman

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Teil einer Serie
Carlisle Familie


Klappentext

Durch Intrigen ist der Ruf der zarten Lady Fayre Carlisle ruiniert. Fayre findet sich schon damit ab, dass sich kein respektabler Mann mehr für sie interessiert. Bis sie Maccus trifft: Der attraktive Neureiche weicht ihr nicht mehr von der Seite - doch er verfolgt seine ganz eigenen Ziele. Das stört Fayre nicht. Dann aber kann sie ihre Gefühle nicht länger kontrollieren.

Quelle: Heyne

Meine Einschätzung

Die junge Tochter eines Herzogs lässt sich auf eine Liebelei mit einem Dandy ein, der sie nach der Eroberung wegwirft und dann mit allen Mitteln versucht, sie vor der Gesellschaft schlecht zu machen.

Hinter diesem Verführungs-Plan steht die Ex-Geliebte des herzöglichen Vaters, die damit die Familie aus der Reserve locken und bloßstellen will. Aber dann erhält die Heldin nicht ganz uneigennützige Hilfe bei ihrer Rache an dem Dandy und der Mitverschwörerin von einem nichtadeligen, aber sehr reichen Geschäftsmann.

Das klang ein bisschen nach „Gefährliche Liebschaften“, einer meiner Meinung nach wirklich fantastischen Geschichte und versprach eigentlich ein ganz interessanter Roman zu werden, wenn …..

Ja, wenn es nicht mehrere Kritikpunkte gegen hätte, die mir das Lesen von „Eine unwiderstehliche Versuchung“ ein klein wenig schwer gemacht hätten.

Zunächst fiel mir die Sprache auf. Für meinen Geschmack fehlt dem Buch einfach die feine sprachliche Raffinesse für solch pikante Verwicklungen. Fast schon ein wenig grob, vor allem aber ungeschliffen in der Wortwahl stockte mein Lesefluss immer wieder und packte mich einfach nicht so, als dass ich das Buch gefesselt in einem Stück hätte lesen wollen.

Ob oder in wie weit es an den Übersetzungsqualitäten liegen mag kann ich nicht beurteilen, da ich das Original nicht kenne, aber von einer guten Übersetzungsarbeit wünsche ich mir doch das immer wiederkehrende Wörter wie „Schwengel“, für intime männliche Körperteile oder „Wohnzimmer“ für den Salon des Hauses ausgebügelt werden – egal wie sie im Original lauten mögen.

Ein weiterer Punkt der es mir schwer machte mich in der Geschichte einzufinden, waren die sehr freigeistigen Figuren, die so überhaupt nicht in die Spielzeit (Regency) der Geschichte passen wollten. Vor allem da die Autorin das skandalöse Verhalten ihrer Figuren und deren Auswirkungen nicht wirklich gut erklären kann.

Ich mag Heldinnen mit einem eigenen Kopf, die sich entgegen der Vorstellungen der Gesellschaft entscheiden und auch bereit sind mit dieser Entscheidung zu leben, aber in diesem Fall scheint mir das Verhalten der Hauptprotagonistin doch ein wenig zu freidenkend. Das gilt auch im besonderen für die hoch-adelige Familie, die völlig entspannt dabei wirkt, dass ihre Tochter entjungfert wurde und zum Gespött der Gesellschaft wird.

Auch die Charaktere an sich gingen mir nicht recht nah und ihre unsteten Wesenszüge machten es mir recht schwer sie sympathisch zu finden. Sie erscheinen launisch und wechselhaft, überraschen den Leser einmal mit einer schwungvollen Rede und amüsanten Bemerkungen, die einen zum Schmunzeln bringen und dann wieder präsentieren sie ein derart kindisches Verhalten, das man nur den Kopf schütteln kann über so viel Dummheit.

Fazit: Vielleicht mag eine 3,5 als Beurteilung es wenig streng erscheinen, den „Eine unwiderstehliche Versuchung“ ist nicht von Grund auf ein schlechtes Buch, aber für eine bessere Benotung braucht es einfach mehr Schliff und eine elegantere Ausdrucksweise.

Bewertung

Eine unwiderstehliche Versuchung (Anke)      

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