Das Licht des frühen Tages (Tina)
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Originaltitel: One Moment, One Morning Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3499253577 Erscheinungsdatum: Oktober 2010 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Was wir alleine nicht schaffen. Jeden Tag pendeln Karen, Anna und Lou von Brighton nach London. An diesem Morgen sitzt auch Karens Mann Simon mit im Zug. Mitten im Gespräch bricht er plötzlich zusammen. Herzinfarkt. Hilflos muss Karen mit ansehen, wie die Sanitäter kommen: Sie können nichts mehr für Simon tun. Karen steht unter Schock. Ihr Mann war erst fünfzig. Warum wurde er so plötzlich aus dem Leben gerissen? Die Kinder sind doch noch so klein. Nur gut, dass sie Anna hat, ihre beste Freundin. Aber auch sie und Lou sind von dem tragischen Ereignis erschüttert. Auch ihr Leben wird nicht mehr dasselbe sein. Das Schicksal hat die drei Frauen zusammengeführt – kann ihre Freundschaft die Wunden heilen?
Quelle: Rowohlt
Meine Einschätzung
Karen ist verletzt, denn Simon war ihr Fels in der Brandung. Anna merkt schnell dass ihre Beziehung nicht das ist, was es zu sein scheint. Und Lou begreift, dass sie sich ihrer Familie stellen muss.
Die drei Frauen, die so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, verbindet dennoch einiges. Und alle Drei erkennen, wie schnell das Leben zu Ende sein kann und das man jede Minute und Sekunde davon nutzen sollte.
Die Autorin Sarah Rayner schreibt flüssig und sehr feinfühlig über Tod und Verlust. Ihre Figuren müssen lernen sich mutig mit ihrer Situation auseinanderzusetzen und eigene Prioritäten im Leben zu bestimmen.
Die allgegenwärtigen, vielschichtigen und nicht immer einfachen Gefühle der Protagonisten werden dem Leser durch das Erzählen von Erinnerungen näher gebracht. Der Geschichte an sich ist in einer Art Wochenform aufgebaut. 7 Tage in denen die Welt aus den Fugen gerät - 7 Tage um sie wieder neu zusammenzusetzen. Diese Erzählform beschert dem Buch einen besonders spannenden Verlauf.
Am Ende des Buches finden Karen, Anna und Lou sich selbst. Die Zeit hat ihre Wunden geheilt, auch wenn diese mitunter noch manchmal wehtun. Ein sehr schönes Zitat aus der Geschichte spiegelt es gekonnt wieder: "Erinnerungen sind wie Wasser auf Stein. Je öfter man sie hinauf beschwört, desto tiefer graben sie sich ins Gedächtnis, und so bleiben die mächtigsten auch die gegenwärtigsten für alle Zeit."
Beim Lesen ging mir stets das Lied "Was wir allein nicht schaffen" von Xavier Naidoo im Kopf herum, das meiner Meinung nach absolut perfekt zum Buch passt, gerade so als wäre es als Soundtrack dafür ersonnen.
"Das Licht des frühen Tages" ist fesselnde, aber keine leichte Unterhaltung; es lässt einem nachdenklich zurück.
Bewertung
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