Dunkel wie der Tod (Anke)

P.B. Ryan
Originaltitel: Murder In A Mill Town
Verlag: Cora
Band: Historical Krimi Band 11007
Erscheinungsdatum: Okotber 2007
Genre: historischer Liebesroman / Krimi


Teil einer Serie
Gilded Age Serie


Klappentext

Ein aufregender Fall für Nell Sweeney - Gouvernante mit Herz und Detektivin aus Leidenschaft

1868 : Skandal in Boston: Das Leben der mächtigen Familie Hewitt gerät aus den Fugen, als eine Arbeiterin aus ihrer Spinnerei ermordet wird. Ausgerechnet nachdem sie Harry Hewitt, einen Sohn der Familie, erpresst hat... Kann Nell Sweeney, Gouvernante mit brillantem detektivischen Gespür, Licht ins Dunkel des brisanten Falls bringen? Unterstützt von Harrys Bruder Will, dem heimlich ihr Herz gehört, beginnt Nell zu ermitteln. Schon bald tun sich menschliche Abgründe vor ihr auf. Und je tiefer sie in die Geheimnisse der Hewitts eintaucht, desto mehr gerät sie selbst in tödliche Gefahr...

Quelle: Cora

Meine Einschätzung

Die Gouvernante Nell Sweeney wird von ihrer Arbeitgeberin Viola Hewitt gebeten, im Fall der verschwundenen Birdie Fallon zu ermitteln, da Birdie eine Arbeiterin der Hewittschen Weberei war.
Aber es kommt noch schlimmer für die Familie Hewitt, den nachdem Nell und Will Hewitt die Leiche von Birdie Fallon gefunden haben, richtet sich die Beweislast gegen den Bruder Wills, Harry Hewitt.

P.B. Ryan hat mich mit ihrem Buch 'Dunkel wie der Tod' wirklich positiv überrascht. Bisher kannte ich nur zwei ihrer historischen Liebesromane unter den Namen Patricia Ryan, die mich nicht besonders begeistert haben, einer der Gründe warum ich sehr skeptisch an das Buch herangegangen bin.

Meine Bedenken stellen sich aber als unbegründet heraus: 'Dunkel wie der Tod' ist ein hervorragender Krimi.
Das Buch ist detailiert beschrieben und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen sehr spannend. Dabei gelingt der Autorin das Kunststück, trotz der genauen Beschreibung des Kriminalfalles, der den Hauptteil des Buches umfasst, auch ihre Figuren nicht zu vergessen, die genug Raum bekommen, um ihre Persönlichkeit zu entfalten.

Die Figuren sind keine typischen Liebesromanfiguren und erleben auch nicht die himmelhoch jauchzende Liebe, sondern stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Besonders faszinierend fand ich, dass keine ihrer guten oder schlechten Eigenschaften verniedlicht oder gar weggeredet, sondern klar und deutlich angesprochen werden.

Ich als 'Happy End' Leser wünsche mir natürlich ausschließlich ein glückliches Ende für Nell und Will, dennoch bezweifele ich , das es dazu kommen wird. Allerdings muss ich zugeben, dass ein 'Happy End' oder zu viel 'Friede, Freude, Eierkuchen' den Figuren auch eine gewisse Realitätsnähe nähme und so gar nicht zum Stil des Buches passen würde.

Fazit: 'Dunkel wie der Tod' ist kein historischer Romantic Suspense, sondern ein sehr guter reiner Krimi, der dem Leser menschliche Abgründe und Schwächen vor Augen führt ohne ein Happy End zu versprechen.

Bewertung

Dunkel wie der Tod (Anke)      

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