Man tut was man kann (Anke)
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Originaltitel: ---- Verlag: Wunderlich ISBN: 978-3805208703 Erscheinungsdatum: Juli 2009 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Habe ich noch eine Affäre oder schon eine Beziehung? Kann ein Vollbart zwischen einem Mann und seiner wahren Liebe stehen? Und wie stoppe ich den ehrgeizigen Junior-Kollegen, der mit der Tochter des Chefs ins Bett geht?
Paul (42, geschieden) sucht Antworten, gemeinsam mit seinen neuen Mitbewohnern: Kollege Schamski steht eines Abends vor der Tür, weil er wegen mehrerer Seitensprünge zu Hause rausgeflogen ist. Freund Günther braucht eine Bleibe, weil er seine Wohnung gekündigt und seiner Traumfrau einen Antrag gemacht hat - etwas überstürzt, wie die Traumfrau fand. Und Bronko, ein talentloser Künstler und Gelegenheitschauffeur, ist sowieso schon länger obdachlos. Ab sofort schwinden Pauls Weinvorräte, dafür ist nachts schon mal eine nackte Sekretärin in der Küche anzutreffen.
Und die Antwort auf fast alle Fragen ist klar: Man tut, was man kann.
Quelle: Wunderlich
Meine Einschätzung
Da ich finde, dass jeder Leser Paul selber kennenlernen sollte, verzichte ich ganz bewusst auf eine eigene Inhaltsangabe. Zudem der Klappentext bereits einen ganz guten Einblick auf die Ereignisse mit denen Paul in der Geschichte konfrontiert werden, wird vorgibt.
So das wäre schon einmal geklärt und damit leider der einfache Teil abgehakt. Nun wird es ziemlich kniffelig, da mir ein wenig die passenden Worte fehlen, dieses grandiose Buch würdig zu beschreiben.
All die schönen Worte, wie "wunderbar", "humorvoll" und "sehr unterhaltsam", die mir spontan einfallen, erscheinen mir einfach zu farblos und in ihrer Bedeutung zu nichtig, um sie hier anzubringen.
Vielleicht wären Aussagen, wie "Wow" oder "ich habe beim Lesen Tränen gelacht" angebracht. Auch könnte der Zusatz "göttlich" und "Pflichtlektüre" mein Lesevergnügen eher beschreiben als ein blasses "sehr unterhaltsam". ;-)
Hans Rath hat mit "Man tut was man kann" nicht einfach nur einen Roman geschrieben, sondern im Grunde ein wundervolles Lehrstück, das uns bedeuten soll das Leben im Allgemeinen und die Liebe im Besonderen etwas entspannter anzugehen und die Welt bierernst zu nehmen – und überhaupt: Am Ende kommt es sowie so immer anders als man denkt.
Der Autor erzählt von Paul aus der "Ich-Form" – an dieser Stelle möchte ich inständig alle Ich-Erzählform-Skeptiker bitten, sich davon auf keinen Fall abschrecken zu lassen – und das passt einfach perfekt, zumal der Leser so die Gelegenheit bekommt Einblick in Pauls wunderbar zynischen Charakter zu erhalten.
Keine Frage also, der Autor versteht es erstklassig mit der Schreibform umzugehen. Und so erwacht nicht nur Paul vor dem inneren Auge des Lesers zum Leben und bekommt Persönlichkeit, sondern auch seine Freunde, Kollegen, Beziehungen, der Hund und ja im Grunde jede einzelne Situation.
Zum Schluss möchte ich aber noch anmerken, dass man schon auf Pauls Wellenlänge liegen und man seine Sichtweise der Welt teilen sollte, um in den vollen Genuss von Hans Raths Humor zu kommen. Aber Humor ist schließlich immer Geschmackssache. ;-)
Da für mich aber beides zustimmt habe ich mich beim Lesen grandios amüsiert und das Buch an einem Stück verschlungen, vom Lachtränen aus den Augen wischen und nach einem Lachanfall wieder Luft holen einmal abgesehen. ;-)
Fazit: Unbedingt Lesen!
Bewertung
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