Man tut was man kann (Nicole)

Hans Rath Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Wunderlich
ISBN: 978-3805208703
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Genre: Contemporary

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Klappentext

Habe ich noch eine Affäre oder schon eine Beziehung? Kann ein Vollbart zwischen einem Mann und seiner wahren Liebe stehen? Und wie stoppe ich den ehrgeizigen Junior-Kollegen, der mit der Tochter des Chefs ins Bett geht?
Paul (42, geschieden) sucht Antworten, gemeinsam mit seinen neuen Mitbewohnern: Kollege Schamski steht eines Abends vor der Tür, weil er wegen mehrerer Seitensprünge zu Hause rausgeflogen ist. Freund Günther braucht eine Bleibe, weil er seine Wohnung gekündigt und seiner Traumfrau einen Antrag gemacht hat - etwas überstürzt, wie die Traumfrau fand. Und Bronko, ein talentloser Künstler und Gelegenheitschauffeur, ist sowieso schon länger obdachlos. Ab sofort schwinden Pauls Weinvorräte, dafür ist nachts schon mal eine nackte Sekretärin in der Küche anzutreffen.
Und die Antwort auf fast alle Fragen ist klar: Man tut, was man kann.

Quelle: Wunderlich

Meine Einschätzung

Dr. Paul Schuberth, 42, ist geschieden, hat einen guten Job und gute Freunde, auch wenn diese ihm oft einiges abverlangen und seine Freundschaft auf eine harte Probe stellen. ;-)
So ist es auch diesmal, als Pauls bärtiger Freund und Computerfachmann Günther mit Engelszungen auf ihn einredet, damit er ihn auf eine Vernissage begleitet. Günther sieht es nämlich als eine Art "Zeichen" an, dass ausgerechnet Iggy, Mitbesitzerin eines eher mäßigen Restaurants, sich dort als Catering- Servicekraft verdingt und er möchte die Chance unbedingt nutzen, ihr dort endlich näher zu kommen.

So lässt sich Paul, in dem trotz seiner sarkastischen Ader ein gutes Herz schlägt, überreden und lernt dort auf der Vernissage eine Frau und ihren optisch ziemlich benachteiligten Bruder Bronko kennen.

Kathrin ist ebenfalls Single und bringt Paul trotz seiner innerlichen Einwände dazu, die Telefonnummern auszutauschen. Beide treffen sich mehrmals und haben aus Pauls Sicht der Dinge einfach nur guten Sex, doch als Paul endlich so weit ist, vielleicht doch mehr in der Affäre mit Kathrin zu sehen, gibt sie ihm dem Laufpass.

Doch Paul hat gar nicht die Zeit diesen Laufpass zu betrauern, denn es wird langsam voll in seiner Wohnung. Erst wird Pauls Kollege und Freund Schamski nach einer Affäre von seiner Frau rausgeworfen und bezieht in Pauls Wohnung Quartier, etwas später lassen sich auch Günther und Bronko, der sich zufällig für die Stelle als Pauls Fahrer bewirbt und kurzfristig obdachlos geworden ist, bei ihm nieder.

Die Männer fachsimpeln über das Leben und die Liebe. Zudem muss ein Schlachtplan entworfen werden, denn ein Kollege von Schamski und Paul greift scheinbar nach der Führungskrone in der Firma.
Und dann ist da auch noch der Hund aus dem Tierheim, den Paul immer ausführt und der plötzlich krank wird. Durch den kranken Hund bedingt macht Paul die Bekanntschaft einer sehr interessanten und attraktiven Frau- doch diese wird bald heiraten...

Hans Rath hat seinen Roman aus der Sicht von seinem Protagonisten Paul geschrieben. Den Leser erwartet also die "Ich-Form", die es ermöglicht, die ständige Einsicht in das interessante und sehr amüsante Gedankengut des "Romanhelden" zu bekommen. Und das ist gut so, denn Pauls Gedankenwelt dürfte selbst die trübsinnigsten Zeitgenossen dazu bringen, lauthals loszulachen.

Paul wirkt zwar durchaus gutmütig, doch hinter seiner äußeren Fassade verbirgt sich ein ziemlich cleverer Zyniker, der sein Gegenüber stets zuvor genau analysiert und das geschieht mit sehr witzigen und treffsicheren Pointen seinerseits, die mich mehrmals an den Rand eines Lachkrampfes getrieben haben.

Im Gegensatz zu ihm sind Pauls Freunde als eher schrullig zu bezeichnen, was sie aber trotzdem nicht weniger liebeswert macht- im Gegenteil! Es ist als Frau sehr interessant einmal ein Buch über männliche Singles lesen zu können und feststellen zu dürfen, dass Frauen und Männer vielleicht doch nicht ganz so unterschiedlich sind im Denken, wie man vielleicht glaubt. ;-)

Der flüssige Schreibstil des Autors macht das Buch zu einem leichten, unterhaltsamen Lesevergnügen und ist nicht nur für Singles geeignet, sondern auch für Menschen, die humorvolle Lektüre im Allgemeinen schätzen.

Für mich war "Man tut was man kann" eine absolute, positive Leseüberraschung und da das Ende eher offen und auch vielversprechend endet, hätte ich auch nichts gegen eine Fortsetzung einzuwenden.

Fazit: ein männlicher und humorvoller Chic-Lit der Extraklasse ;-)

Bewertung

Man tut was man kann (Nicole)      

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