Schärfer als Wasabi (Ka)
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Originaltitel: ---- Verlag: Deadsoft ISBN: 978-3934442733 Erscheinungsdatum: März 2011 Genre: Gay-Romance |
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Klappentext
Sportstudent Nick ist sexy und ehrgeizig. Er genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Freunde in seiner Wohngemeinschaft und in der Uni. Als der attraktive Halbjapaner Katsuro in die WG einzieht, ist Ärger vorprogrammiert. Der neue Mitbewohner scheint in allem perfekt zu sein: Er hat den Schwarzgurt in Karate, ist klug und höflich und zu allem Übel verliebt sich Nicks beste Freundin Vanessa in ihn. Alle finden Katsuro toll bis auf Nick. Die beiden geraten immer heftiger aneinander, doch streiten ist gar nicht so einfach, wenn die Luft vor Spannung geradezu knistert und plötzlich ungeahnte Gefühle ins Spiel kommen.
Quelle: Deadsoft
Meine Einschätzung
Ich habe mich auf Neuland begeben und bin - obwohl ich kleine bis mittelschwere Bedenken hatte - um ein neues Leseland bereichert worden. Denn "Schärfer als Wasabi" von Verena Rank war mein erster Roman, der dem Genre Gay-Romance zugeordnet ist.
Nick ist Sportstudent und lebt zusammen mit Freunden in einer WG in München. Die Leute, die die WG bevölkern, sind ein bunt gemischter "Haufen" - im positiven Sinne. Hier wohnt z. B. Vanessa, eine Krankenschwester und das, was man als Herz der WG bezeichnen kann. Liebenswert ohne schwach zu wirken, schlagfertig, so gar nicht auf den Mund gefallen. Nick ist ein regelrechter Frauenschwarm und Draufgänger. Beliebt bei der Damenwelt und munter bei der Sache, wenn es um die Erotik mit selbigen geht. Dann ist da noch Mike, Nicks bester Freund, der so sehr an der Beendigung seiner Beziehung leidet, dass er sich bald in einem gefühlten dunklen Loch befindet. Robert, der vierte im Bunde, ist ein Arbeitskollege von Vanessa, ein ruhiger, ausgleichender Typ, der anscheinend ein Geheimnis mit sich herumträgt.
Und jetzt kommt der Anstoß, der Mensch, den Nick für alles Übel verantwortlich macht, das ihm passiert: Katsuro! Der Sohn einer Deutschen und eines Japaners, frisch aus Tokio eingetroffen, um in München zu studieren. Und die Katastrophe ist perfekt, als er ein Zimmer in Nicks WG bezieht. Katsuro ist schwul und nicht geneigt, dies vor seinen Mitbewohnern breitzutreten. Er ist höflich, zuvorkommend und extrem gutaussehend und hat die Gabe, Menschen in seiner Umgebung für sich einzunehmen. Sehr zu Nicks Leidwesen.
Nick ist nur noch eins: Eifersüchtig auf Katsuro! Was er natürlich unter keinen Umständen zugeben würde. Genauso wenig würde er sich selbst eingestehen, dass er beginnt sich auf seltsame Art und Weise zu Katsuro hingezogen zu fühlen. Im Gegenteil: Das alles steigert seine Aggression gegenüber Katsuro so weit, dass sie zu eskalieren droht! Denn die Spannung, die nicht nur wutgeschwängert, sondern vor allem erotischer Natur ist, steht kurz vor dem Überkochen.
"Schäfer als Wasabi" ist ein frecher, moderner Roman, in dem man das Knistern zwischen den Hauptprotagonisten Nick und Katsuro regelrecht spüren kann. Gekonnt lenkt die Autorin das Augenmerk des Lesers jedoch auch auf die Probleme, wie z.B. Eltern oder Geschwister damit umgehen, wenn sich ein Familienmitglied outet. Teils mit Ignoranz, Unverständnis und Gewalt. Sozusagen als "Zuckerl", können wir am Ende als Bonus-Story Roberts Geschichte lesen.
Einziger Wehmutstropfen war für mich persönlich die Figur des Nick. Ja, er fühlt sich Zeit seines Lebens zurückgestoßen. Ja, er befindet sich in einem emotionalen Wandel. Trotzdem hat er mich teilweise mit seiner Art, andere vor den Kopf zu stoßen und angebotene Hilfe abzuweisen, nach einiger Zeit etwas genervt. Er stellt sich sogar dann noch quer, als Katsuro ihn aus einer mehr als gefährlichen Situation befreit. Nick war mir zu zickig. Nichtsdestotrotz vergebe ich für diese kurzweilige Geschichte von Verena Rank 4,0 Punkte.
Bewertung
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