Und im Zweifel für dich selbst (Simone)

Elisabeth Rank Kaufen
Originaltitel: ----
Verlag: Suhrkamp
ISBN: 978-3518461433
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Genre: Contemporary

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Klappentext

Wenn man zwanzig ist und nie auf die Idee kommen würde, jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte - wie geht man dann mit dem Tod des Geliebten um?

Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stücke. Berlin, Prüfungen, Partys - nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. »Nutze den Tag« war nur ein hübscher Spruch in Schönschrift. Als sie plötzlich mit einem schrecklichen Verlust klarkommen müssen, setzen sie sich ins Auto und fahren los, erst mal nur weg, kreuz und quer durchs sommerlich heiße Mecklenburg, Hauptsache nicht zurück, denn zu Hause wird alles anders sein. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, und Tonia, die Erzählerin, begreift: So sehr man glaubt, die Welt bleibt stehen, es geht immer weiter. Für die anderen, die noch da sind. Für die neue Liebe. Und im Zweifel für sich selbst.

Quelle: Suhrkamp

Meine Einschätzung

Der Roman ist überwiegend aus der Sicht Tonias geschrieben. Tonias Freundin Lene hat ihren Freund Tim bei einem Verkehrsunfall verloren. Die beiden jungen Frauen sind im Schock und fahren los. Eine Flucht vor dem großen Verlust, eine Flucht vor der veränderten Welt . Doch irgendwann muss man auch wieder zurückkehren - aber wie?

Die Trauer, Leere und vor allem die Hilflosigkeit der beiden Figuren werden gut beschrieben, sie flüchten vor Berlin, dem Ort, der jetzt ohne Tim ist. Sie befinden sich in einer Art "Blase", gelöst von Raum und Zeit.

Diese Gefühle und Stimmungen sind gut gezeichnet, allerdings wirken die Figuren auf eine gewisse Weise typisiert, wenig individuell und eher unscharf gezeichnet. Als Generationenroman gelesen wird dies allerdings verständlich: Die Figuren wirken noch relativ kindlich, lesen zwischen den Zeilen, lassen sich eher treiben, kennen keine großen Ängste, das Leben ist bisher ohne große Hindernisse und Härte verlaufen.
Es bleibt aber ein wenig schwierig, sich in diese Figuren einzufühlen - ihr bisheriges Leben wirkt leicht, aber auch ein bisschen oberflächlich, genauso wie sie selbst. Die unterschiedlichen Stimmungen und Assoziationen, viele mit Tim zusammenhängend, geben aber das Lebensgefühl recht nachvollziehbar wieder.

Fazit: Roman über eine junge Generation, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht und der Schicksalsschläge und die Härte des Lebens gewissermaßen fremd sind - der erste große Verlust im Leben verändert das Weltbild nachhaltig.

3,5 - 4

Bewertung

Und im Zweifel für dich selbst (Simone)      

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