Werwolf (Kerstin)

Lynn Raven Kaufen
Originaltitel:
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3800054305
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Genre: Paranormal, Jugendroman

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Klappentext

Frankreich, 1765: Eine Serie brutaler Morde versetzt die Bevölkerung einer abgelegenen Ortschaft in den Pyrenäen in Angst und Schrecken. Der junge André wird vom Bischof beauftragt, dem Aberglauben, der Teufel selbst sei zugange, ein Ende zu bereiten. Doch welches Geschöpf ist wirklich verantwortlich für die entstellten Leichen? André setzt sich auf die Spur der Bestie und gerät immer tiefer in einen nicht enden wollenden Albtraum.

Quelle: Ueberreuter

Meine Einschätzung

Näher auf den Inhalt eingehen kann ich nicht ohne zu spoilern, deswegen bleibt es beim Klappentext des Verlages. ;-)

Zunächst einmal vorneweg für die Romantiker, die sich ein Buch im Stile von „Der Kuss des Dämons“ erwarten: Eine Liebesgeschichte in dem Sinne gibt es nicht! Das Buch ist für Jugendliche als Zielgruppe gedacht, kann aber auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden.
Meine Meinung zu diesem Roman ist etwas zwiegespalten. Positiv fand ich, dass das Buch sehr flüssig zu lesen ist und mir gute Unterhaltung beschert hat. Auch fand ich die Ideen der Autorin gut, nur – und das ist mein Hauptkritikpunkt – zu wenig ausgebaut.
Die Personen kamen mir Personen etwas blass vor. Einige der Figuren, insbesondere André, hatten großes Potenzial. Der Protagonist wäre bestens geeignet für einen „tortured hero“ wie er im Buche steht, aber obwohl die Geschichte zum Großteil aus Andrés Sicht erzählt wird, erfährt der Leser so wenig über seine Gedanken, Gefühle und Vorgeschichte, dass dieser elementare Teil seiner Persönlichkeit kaum zum Tragen kommt. Auch später in der Handlung, als er sich von seinem Umfeld verraten fühlt, wird auf den Gefühlskonflikt, den er empfinden muss, kaum eingegangen.
Auch die Nebenfiguren nehmen nicht wirklich Kontur an. Die Geschichte ist relativ kurz, aber voll düsterer Geheimnisse, Verrat, mysteriöser Vorfälle und blutiger Morde. Dies ist durchaus positiv, aber da relativ viele Nebenfiguren (Dorfbewohner, Gäste auf dem Schloss, etc.) vorkommen, bleiben diese eher skizzenhaft.
Die Autorin baut überraschende Wendungen in ihre Geschichte ein, geht aber auch hier nicht genug auf die ganzen Konsequenzen ein, die das auf ihre Figuren hat. Prinzipiell kamen die Gefühle der handelnden Personen zu kurz – richtig mitfiebern konnte ich deshalb nicht.

Fazit: Gute Idee, flüssiger Stil, aber zu wenig intensiv, einige gute Ideen wurden nicht wirklich ausgearbeitet und die Figuren bleiben blass. Schade. Mit ein wenig mehr Ausarbeitung wäre es sicher ein tolles Buch geworden, so ist es für mich eher gutes Mittelmaß.
Nach dem Erstling der Autorin („Der Kuss des Dämons“) bin ich etwas enttäuscht. Wer Lynn Raven austesten möchte, dem lege ich ihren ersten Roman ans Herz, der wohl besonders die Stephenie-Meyer-Fans nach dem Abschied von Edward und Bella trösten dürfte ;-).

Bewertung

Werwolf (Kerstin)      

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