Das Amulett von Samarkand (Kathi)
| Jonathan Stroud | Kaufen |
|
Originaltitel: The Amulet of Samarkand Verlag: cbj ISBN: 978-3570216958 Erscheinungsdatum: März 2007 Genre: Paranormal / All Age |
Amazon.de |
Teil einer Serie
Bartimäus Trilogie

Klappentext
Dass Dämonen überaus heimtückische Wesen sind, ist dem Zauberlehrling Nathanael durchaus bewusst, als er den 5000 Jahre alten Dschinn Bartimäus beschwört. Aber Nathanael braucht einen mächtigen Gehilfen an seiner Seite. Denn er verfolgt einen äußerst gefährlichen Plan: Mit Bartimäus Hilfe will er das berühmte Amulett von Samarkand stehlen, das sich im Besitz des berüchtigten Zauberers Simon Lovelace befindet. Dieses Vorhaben bringt die beiden bald in tödliche Gefahr …
Quelle: Random House
Meine Einschätzung
Jonathan Stroud setzte mit seiner Bartimäus-Reihe einen Meilenstein der Fantasy-Literatur. Die Trilogie spielt in einem London, das gesellschaftlich ganz anders strukturiert ist, als das London, das wir kennen. Zauberer sind an der Macht, die sich dieses Privileg mithilfe magischer Wesen verschafften (ohne die sie so unbedeutend wären, wie die „Gewöhnlichen“ – ihre „Untertanen“). Allerdings ist diese Trilogie alles andere als gewöhnlich! Schon der Erzählstil ist etwas ganz Besonderes und sorgt dafür, dass sich der Leser schon bald wie ein großspuriges magisches Wesen mit Namen Bartimäus fühlt.
Bartimäus ist aber nicht irgendein magisches Wesen, sondern ein Dschinn! Nebenbei erwähnt, ist er ein sehr von sich überzeugter Dschinn. Dieser Wesenszug ist im Übrigen auch daran schuld, dass er von einem 12-Jährigen Zauber-Lehrling beschworen wird – Denn dieser ist mindestens ebenso von sich eingenommen wie Bartimäus.
Spritzig, sarkastisch und niemals langweilig erzählt Stroud in der Ich-Form die Geschehnisse aus Sicht des Dschinns, betrachtet aber auch die Lage seines Meisters aus der Er-Perspektive. So webt er eine sehr enge, vielschichtige Geschichte, die noch durch Fußnoten ergänzt und interessanter gemacht wird. Diese in Fußnoten-Form wiedergegebenen Einwürfe Bartimäus’ sind häufig Auslöser einer Lachsalve oder zumindest eines Schmunzelns.
Besonders die bissig-sarkastischen Kommentare, die sich der vorlaute Dschinn nicht verkneifen kann, machen dieses Buch für mich zu etwas Besonderem! Wer auch nur ein wenig für diese Form des Humors übrig hat, sollte auf das Lesen der Bartimäus-Reihe nicht verzichten.
Fazit: Der Verlag beschreibt die Romanreihe folgendermaßen: „Bartimäus – spitzzüngig, liebenswert und hinreißend komisch!“ – Ich kann mich dem nur anschließen!
Bewertung
|
|