Elfenkind (Wildfee)

Inka-Gabriela Schmidt Kaufen
Originaltitel:
Verlag: Ubooks
ISBN: 978-3866081277
Erscheinungsdatum: März 2011
Genre: Paranormal

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Klappentext

Eine geheimnisvolle Prophezeiung über das Ende der Welt. Fünf Wesen, die als Retter vorherbestimmt sind. Ein Vampir auf der Suche nach der Wahrheit. Und ein Elfenkind, das den Schlüssel zu allem in sich trägt
Die junge Aliénor ahnt nichts von der Existenz übernatürlicher Wesen, bis ein brutaler Überfall ihre geordnete Welt zerstört. Durch ihren Retter, den Vampir Frédéric, erfährt sie die Wahrheit über ihre Herkunft: Sie ist ein Elfenkind. Verzweifelt macht sich Aliénor mit Frédérics Hilfe auf die Suche nach ihrem wahren Vater. Doch eine Rückkehr in die Welt der Elfen würde bedeuten, Frédéric für immer zu verlieren. Und das scheint undenkbar, hat das Elfenkind doch schon lange sein Herz an den charismatischen Vampir verloren.

Quelle: Ubooks

Meine Einschätzung

Zu Anfang liest sich die Story recht gut: Aliènor ist Studentin an der Uni in Köln, hat eine beste Freundin und ist Eternal Romantic Fan, liebt also auf alt gemachte Kleider mit einer guten Portion Mystik und Gothic.
Während einer Party mit ihren Freunden aus der Szene geschieht etwas Furchtbares, Aliènor bleibt durch das Eingreifen des Vampirs Frèdèrics jedoch davon verschont. Er nimmt ihr die Erinnerung an die Geschehnisse, aber damit sind ihre Probleme nicht aus der Welt: Aliènor hat seit Tagen Rückenschmerzen und eines Nachts geschieht das Unglaubliche: Ihr wachsen seidig zarte schimmernde Elfenflügel. Ihr Stiefvater, den sie für einen gewöhnlichen Kriminalbeamten gehalten hat, entpuppt sich daraufhin als Vampirjäger und Feind alles Übernatürlichen. Aliènor flieht daraufhin mit Frèdèric und sucht nach ein paar Tagen der Erholung das bisher unbekannte Volk ihres Vaters auf.

Im Prinzip ist die Storyline schön außergewöhnlich und interessant, um das Buch nicht gleich von vorneherein beiseite zu legen. Dazu das wunderschöne Cover und eine Figur, die der Protagonistin im Buch auch recht nahe kommt. Und dennoch kann ich leider nicht die volle Punktzahl vergeben, weil es doch so Einiges gibt, das mich mit dem Buch nicht so recht warm werden hat lassen.

Zum einen gibt es mir persönlich einfach zu viele Ungereimtheiten in der Story an sich oder Dinge, die mich schlichtweg stören. Aliènor wird als 20jährige Studentin beschrieben, die kaum weibliche Rundungen besitzt und noch nie sexuelles Interesse zeigte, bzw. keine sexuellen Empfindungen hatte, bis zu ihrer Wandlung.
Hmmm.....ich habe damit ehrlicherweise Probleme damit, wenn die Verwandlung von der unschuldigen Jungfrau zur sexuell erweckten Frau, innerhalb weniger Tage stattfindet und die entsprechende Dame so gar keine Schwierigkeiten damit zu haben scheint.

Ebenso wenig scheint sie von den Vorkommnissen betroffen zu sein, die zu ihrer Flucht aus dem Elternhaus führten. Man muss es sich vorstellen:

Spoiler Anfang Erst erfährt man das die Freunde alle tot sind, inkl. bester Busenfreundin, dann bekommt man mit, das die Eltern nicht die richtigen Eltern sind (hat sie nie in den Spiegel geschaut????) und das man plötzlich Flügel hat. Spoiler Ende

Sorry, aber so gefasst und ruhig wie die Handlungen der Heldin beschrieben werden, kann ich nur den Kopf darüber schütteln. Zumindest einen kleinen Nervenzusammenbruch, Heulkrampf, Wutausbruch oder ähnliche stärkere emotionale Anteilnahme hätte ich erwartet und das hätte dem Charakter in meinen Augen auch mehr Tiefe gegeben. So kommt mir Aliènor so gar nicht nahe.

Und ebenso wenig kann ich mich für Frèdèric begeistern. Für einen Vampir ist er mir schlichtweg zu zahm, er trinkt Blut brav aus der Konserve, weil man sich als moderner Vampir ja nicht mehr von Menschen nährt und insgesamt macht er so gar keinen gefährlichen Eindruck auf mich, selbst dann nicht, als er sich als guter Schwertkämpfer herausstellt.

Das mag vor allem daran liegen, dass die Schwertkämpfe nicht ausführlicher beschrieben werden und auch seine Emotionalität irgendwie nicht richtig beim Leser ankommt. Ok, er liebt Aliènor und sagt ihr das auch und er ist zärtlich, aber von richtiger Aggressivität oder wahrlich starken Gefühlen, seien sie nun dunkel oder hell, habe ich nichts gelesen bzw. gemerkt, daran konnte dann letztendlich der obligatorische Biss in den Nacken auch nichts ändern.

Die Beschreibung der Elfenwelt hat mich ebenfalls alles andere als begeistert. Weder die Handlungsweisen der Elfen noch der Showdown haben mich in den Bann gezogen, schlichtweg unverständlich war mir die Reaktion des Vaters von Aliènor und Aliènor selbst kam mir in diesem Teil des Buches recht naiv und vertrauensselig vor.

Positiv überrascht war ich jedoch vom Stil, das Buch lässt sich richtig gut lesen und auch die Dialoge waren zum großen Teil nicht so holprig, das mir die Lust am Lesen vergangen wäre. Die Erotik ist nett und locker, nicht zu viel und gut dosiert und passt recht gut zu beiden Protagonisten.
Das die Story nach einer Fortsetzung schreit, merkt man leider erst nach ca. der Hälfte des Buches, da hätte ich mir gewünscht, dass schon im Klappentext darauf hingewiesen wird, dass es der 1. Teil eines Mehrteilers ist.

Mein Fazit: Wer locker leichte Romantasy mag, sollte hier zugreifen, alle diejenigen, die Wert auf intensive Charakterisierungen, Nebenfiguren und komplexe Handlungsabläufe legen, sollten vor dem Kauf mindestens die ersten 50 Seiten lesen, um sich ein Bild vom Stil zu machen.

Bewertung

Elfenkind (Wildfee)      

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