Erinnerungen der Nacht (Anke)

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Originaltitel: Twilight Memories
Verlag: Mira
ISBN: 978-3-89941-470-7
Erscheinungsdatum: Mai 2008
Genre: Paranoramal / Vampire

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Teil einer Serie
Wings in the Night


Klappentext

Seit Ewigkeiten schon begehrt die schöne Rhiannon – einst geboren als Tochter eines ägyptischen Pharaos – den Franzosen Roland de Courtemanche. Doch seit sie ihn vor tausend Jahren zum Vampir machte, widersteht er all ihren Verführungsversuchen. Jedes Mal ist es, als würde er ihr einen Pfahl durchs Herz treiben … Da erfährt Rhiannon, dass ein gefährlicher Vampirjäger Roland und seinem Schützling Jamey auf den Fersen ist. Ein letztes Mal erlaubt es ihr Stolz, ihn in Frankreich aufzusuchen, um ihn zu warnen…

Quelle: Mira

Meine Einschätzung

Die Vampirin Rhiannon, einst als Tochter eines Pharaos zur Welt gekommen, hat schon lange ein Auge auf den Vampir Roland geworfen. Sie redet sich zwar ein, dass es dabei um rein körperliche Anziehungskraft handelt, aber in Wirklichkeit ist es Liebe zum ehemaligen Ritter.

Roland lebt, zeit seines Vampirdaseins, zurückgezogen, unauffällig und einsiedlerisch. Er hat das Gefühl sich unbedingt von anderen fern halten zu müssen, damit er das wilde und blutrünstige Tier in ihm, das er schon zu Lebzeiten gefürchtet hat, besser unter Kontrolle halten kann.

Rhiannon ist die einzige, die ihn genügend reizt, diese mühsam erlangte Kontrolle zu brechen. Mit ihrer Unberechenbarkeit und ihren waghalsigen Aktionen bringt sie ihn fast um den Verstand. Und ja er begehrt sie, aber kann er zulassen, dass das Tier in ihm, evtl. Rhiannon schadet? Nein, das kann er nicht und deswegen hält er sich strikt fern von ihr.

‚Erinnerungen der Nacht‘ ist ein würdiger Nachfolger zu ‚Fantasien der Nacht‘. Das Buch liest sich flüssig, ist aber trotz der Action nicht nägelkauend spannend, sondern kommt eher in einem ruhigen Erzählton daher. Nicht zuletzt liegt es wohl an der Tatsache, dass die Vampire nicht um ihre Existenz gegen einen mächtigen bösartigen Gegner kämpfen, sondern sich ‚nur‘ mit einer, zwar nicht minder bösen, staatlichen Sondereinheit abplagen müssen. So bleibt der ‚Megafeind‘ aus und damit der Grund für übermäßiges kriegerisches Verhalten.
Wer also hier aggressive Alpha-Vampirmänner und flotte Action sucht, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.

Der Hauptcharakter Rhiannon ist die überragende Figur dieses Buches und trägt es auch über lange Strecken hinweg. Sie ist eine wunderbarere Frau, frisch, spontan, energiegeladen und ja man könnte sogar sagen „richtig lebendig“, wenn das nicht generell ein Problem bei Vampiren wäre.
Ihr gegenüber steht der mühevoll beherrschte, unauffällig und einsiedlerisch lebende Roland. Mit diesen zwei so verschiedenen Figuren prallen zwei Welten aufeinander, die dem Buch richtig Pep geben.

Roland ist manchmal schon ein wenig überzogen gezeichnet, wie er sich in seinen Depressionen und seinem Selbsthass aalt. An einigen Stellen, wenn zu übertrieben aufgetragen wurde, habe ich schon mal genervt aufgestöhnt. Doch in der Regel gleicht Rhiannon sein Verhalten mit einer passenden beißenden Bemerkung darüber, schon wieder aus.

Maggie Shayne ‚Wings of the Night‘ Serie lässt sich prima einzeln und unabhängig von einander lesen, so ist bei einer Leseempfehlung die Einhaltung der Reihenfolge nicht unbedingt nötig.

Fazit: Eine schöne Vampirgeschichte, bei der ganz besonders die Figuren das Buch überaus lesenswert machen.

Bewertung

Erinnerungen der Nacht (Anke)      

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