Familienpause (Simone)
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Originaltitel: The Gap Year for Grown-Ups Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3499249983 Erscheinungsdatum: Juni 2009 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Das kann doch nicht alles gewesen sein! Sarah ist Anfang Vierzig und hat alles, was eine Frau sich wünschen kann: einen erfolgreichen Ehemann, ein schmuckes Eigenheim, zwei wohlgeratene Kinder. Seit dem Tod ihrer Mutter kommt Sarah allerdings ins Grübeln - es muss doch mehr geben im Leben als Hemdenbügeln und Kochen. Also beschließt sie, für ein paar Monate zu ihrer Freundin Nathalie nach Südfrankreich zu ziehen. Hier genießt sie Sonne, Meer, Strandpartys - und die Avancen eines charmanten Künstlers. Doch Fabien ist nicht der, für den Sarah ihn gehalten hat.
Quelle: Rowohlt
Meine Einschätzung
Ich war sehr gespannt auf den fünften Roman des englischen Autorinnen-Duos Annie Ashworth und Meg Sanders, da zwar alle Bücher der beiden recht gut geschrieben waren, aber mich nur manche vollständig überzeugt haben.
„Familienpause“ gehört eindeutig dazu. Die Protagonistin Sarah ist sehr sympathisch, sie hat viele Jahre alles für ihre Familie getan und ist nun ein wenig frustriert, weil ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Alltag oft untergeordnet werden. Die Ehe mit David kriselt zunehmend und so setzt sich Sarah zu ihrer Freundin nach Frankreich ab, um sich selbst neu zu ordnen und sich klarzuwerden, wie es weitergehen soll. Sarah lebt sich zunehmend ein, kann sogar als Musikerin in einem Orchester spielen, was sie sich schon lange gewünscht hat und genießt die Zeit.
Ihrem Mann David und ihren Kindern fällt es nicht leicht, ohne Sarah und ihre Unterstützung zurecht zu kommen. Sarah lernt schließlich Fabien kennen, mit dem sie eine schöne Zeit hat, aber damit beginnen auch viele Schwierigkeiten. Schließlich muss sie sich entscheiden….
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und verzichtet auf eindeutige Schuldzuweisungen, wer denn jetzt an den Eheproblemen Schuld hat.
Die Reaktionen beider Ehepartner sind nachvollziehbar, der Alltag an sich ist wohl in jeder Ehe oder Langzeitbeziehung mal ermüdend.
Wie Sarah in der Ehepause aufblüht und sich mehr selbst verwirklichen kann, fand ich authentisch geschrieben, dass es aber nicht so einfach ist, aus einem Leben, einer Familie auszubrechen und woanders gleich sein Glück zu finden, ebenso.
Die feinen Zwischentöne des Gefühlslebens sind gut dargestellt.
Fazit: Gut geschriebener Contemporary, der sich mit einem Seitensprung und den Mühseligkeiten der Ehe beschäftigt.
Bewertung
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