Geheimnisse der Nacht (Anke)
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Originaltitel: Twilight Hunger Verlag: Mira ISBN: 978-3899417463 Erscheinungsdatum: August 2010 Genre: Paranormal |
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Teil einer Serie
Wings in the Night

Klappentext
Die Tagebücher eines Vampirs! Drehbuchautorin Morgan De Silva kann kaum glauben, was für ein Schatz ihr da zufällig in die Finger gefallen ist. Fasziniert beschließt sie, Dantes geheimnisvolles Leben zu verfilmen. Ein gefährliches Vorhaben: Ehe Morgan sich versieht, wird sie immer tiefer hineingezogen in Dantes dunkle, verführerische Welt. Bald träumt sie jede Nacht von ihm. Sinnliche Fantasien, so real, dass sie seine Bissspuren am Hals sieht und fühlt, wie das Blut aus ihr herausströmt. Als hätte sie sich Dante tatsächlich hingegeben …
Quelle: Mira
Meine Einschätzung
"Geheimnisse der Nacht" ist meines Erachtens bisher der schwächste, der bisher ins Deutsche übersetzten Teile, der "Wings of the NIght"-Serie. Das liegt weniger daran, dass er nicht etwa spannend zu lesen wäre oder uninteressante Charaktere zu bieten hätte, sondern eher daran, dass die Autorin zu viele Geschichten erzählen wollte und diese beinahe mutwillig und auf so konstruierte Art zu einem Ganzen zusammengeführt hat.
Besonders interessant fand ich, dass der Vampirheld allein durch dessen Tagebucheinträge ins Licht gerückt wird (siehe Anmerkung unten). Maggie Shayne beherrscht es ziemlich gut Dante auf diese Weise dem Leser näher zu bringen. Auch wie die Autorin, durch eben diese Tagebücher, ihrer (zunächst) sterbliche Heldin der Welt der Unsterblichen näher bringt, hat mir sehr gefallen und wurde geschickt erzählt. Dieselbe sorgfältige und nachvollziehbare Einbeziehung in die Vampirwelt wurde aber auch den anderen Figuren zuteil.
Doch leider geht das alles gnadenlos unter, da einfach zu viel passiert und zu viele Figuren die Aufmerksamkeit des Lesers erregen wollen. Es gibt zu viel Hin und Her, sehr viel Pflock-Geschieße mittels Armbrust - wobei immer der Held die Zielscheibe ist und dabei einiges zu erleiden hat - und zu viele nahezu unglaubliche, an den Haaren herbeigezogene Zufälle. Gekrönt werden diese Zufälle durch Kleinigkeiten, die selbst für einen paranormalen Roman, ein wenig abgefahren sind. Wobei zu vermuten ist, da alle Teil der Serie irgendwie miteinander verwoben sind, dass es dafür ja vielleicht in den folgenden Bänden eine irgendwie nachvollziehbare Erklärung gibt.
"Geheimnisse der Nacht" besitzt viele spannende Charaktere und interessante Erzählstränge, die jedoch zu gewollt miteinander verknüpft wurden und deswegen am Ende keine wirklich harmonische Geschichte abgeben. Auf Grund der ein wenig wirren Erzählung vielleicht nur für Fans und Kenner der Serie uneingeschränkt zu empfehlen.
(Anmerkung: Auch wenn ich die Idee ganz interessant fand, so musste ich mich doch ständig fragen: Warum ein Vampir, der auf Geheimhaltung aus ist, seine Tagebücher auf einem Dachboden "rumliegen" lässt, ja sogar vergisst das er sie überhaupt geschrieben hat? Leider gibt es im Buch nur eine sehr "dünne" Erklärung für dieses Verhalten.)
Bewertung
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