Grim - Das Erbe des Lichts (Ka)

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Originaltitel: ----
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3802583049
Erscheinungsdatum: April 2011
Genre: Paranormal

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Teil einer Serie
Grim Serie


Klappentext

Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und das Mädchen Mia den Magier Seraphin besiegten und die Welt vor der Vernichtung bewahrten. Da ereignen sich eine Reihe mysteriöser Morde in Paris, und alle Spuren deuten darauf hin, dass der Täter nicht aus der Oberwelt stammt. Mia wird von rätselhaften Schattenalben angegriffen und hat eine Vision von ihrem verstorbenen Bruder Jakob. Gemeinsam mit Grim will sie den Ereignissen auf den Grund gehen und gerät dabei schon bald in große Gefahr. Eine mächtige Fee hat es darauf abgesehen, in die Welt der Menschen einzudringen, und sie will sich dabei Mias Fähigkeiten zunutze machen.

Quelle: Lyx

Meine Einschätzung

"Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen,
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt in freie Leben
Und in die Welt wird zurückgegeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu wahrer Klarheit werden gatten,
Und man in Märchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort."

(Zitat aus Grim - Das Erbe des Lichts)

Hier lässt die Autorin Gesa Schwartz, in ihrem neuen Buch "Das Erbe des Lichts" den Geschichtenzähler, Barden und Zauberkünstler Tomkin Novalis zitieren. Und wenn man sich auf das Buch einlässt, erkennt man, dass es genau darum geht. Doch: Geht man davon aus, schön langsam in das Geschehen rund um Mia und Grim herein gebeten zu werden, liegt man völlig falsch. Der Leser wird regelrecht in einen der Albträume gestoßen, die Grim seit Wochen plagen. Wie im Krimi ...

Grims Alpträume beginnen von dem Zeitpunkt an, seit grausame Morde an Menschen verübt werden. Gänzlich ausgesaugt und ihrer Augen beraubt, geben sie auch der "weltlichen" Polizei Rätsel auf, und immer stärker wird der Verdacht, dass es sich dabei um etwas Übernatürliches handelt, Vergessenszauber hin oder her. Denn Grim und seine Kollegen der Obersten Gargoyle Polizei OGP, allen voran der Kobold Remis, der als Spürnase tätig ist, schaffen es nicht immer die Leichen zu verbergen; bevor sie von den Menschen gefunden werden. Doch alles weist darauf hin, dass hier sehr mächtige Magie aus der Anderwelt angewandt wurde. Bis dato war es der OGP noch nicht gelungen, die Magie auf ihren Ursprung zurückzuführen, doch das soll sich bald ändern.

Auch Mia fühlt, dass etwas auf die Menschheit zurollt. Gemeinsam macht sie sich mit Grim auf die Suche, um herauszufinden, wer für die Geschehnisse verantwortlich ist. Die Macht gegen die sie antreten müssen ist uralt und mächtig. Die Vorhut dieser Macht bildet der Schattenalbe Alvarhas und die Seinen, um den Weg zu bereiten für ein Wesen, das die Menschheit vernichten will: Die Schneekönigin, die Königin der Alben. Theryon der Feenkrieger, der Mias in ihrer Gabe als Hartidin unterwiesen hat, begleitet sie. Doch unversehens kommt Grim in eine Situation, in der er, um Theryon zu retten, dem Dämon Verus, einen Gefallen schuldet. Wenn die Zeit kommt; muss Grim Verus diesen Gefallen vergelten, egal um was es sich handelt. Und in Mia wächst ein immer größerer Schatten: Der Zweifel. Außerdem trägt Mia etwas in sich, was sie - sollte sie Feenmagie anwenden - dem Tod immer ein Stückchen näher bringt.

Es gibt eine stärkere Macht, die die Schneekönigin in ihre Schranken weisen kann: Den Krieger des Lichts. Obgleich wegen der einst Jahrhunderte währenden Kriegen, zwischen Zwergen und Gargoyles ein starkes Spannungsverhältnis herrscht, hilft ihnen der irische Zwerg Hortensius bei der Suche, besagten Krieger ausfindig zu machen. Die Schranken innerhalb der Welt und Anderwelt-Bewohner scheinen zu zerbröckeln.

Jetzt ist es Zeit, wieder in die Realität aufzutauchen, auch wenn es schwer fällt. Denn Gesa Schwartz versteht es mehr als gekonnt, den Leser mit einem Lesebann zu verzaubern. Indem die Autorin Anlehen aus Hans Christian Andersens-Märchenwelt und J.R.R Tolkiens Herr der Ringe-Saga zu einem eigenständigen, bildgewaltigen Ganzen zusammenfügt, entsteht ein Werk, dass man nur als fantastische Phantastik bezeichnen kann. Entgegen zu "Das Siegel des Feuers" scheint mit "Das Erbe des Lichts" erwachsener, doch auch düsterer geworden zu sein, obwohl ich vom ersten Band schon hin und weg war. Gesa Schwartz verführt den Leser geradezu, verweilen zu wollen, indem sie die Charaktere und Schauplätze dieser dramatischen, spannenden, unglaubliche Erzählung mit buntem Leben erfüllt. Auch die Liebe zwischen Mia und Grim ist verstärk erblüht, wovon der romantische Leser sehr angetan sein wird. Wie dem auch sei, sehr gerne vergebe ich an "Grim 02 - Das Erbe des Lichts" 5 gebannte Lesepunkte und schließe mit einem Zitat aus dem Buch: "Stattdessen sah Grim einen Nachthimmel in Theryons Blick - einen Himmel voller Sterne über den Ruinen einer vergessenen Stadt".

Bewertung

Grim - Das Erbe des Lichts (Ka)      

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