Hexenfett (Anke)
| Carolin Stern | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426510902 Erscheinungsdatum: Juli 2011 Genre: Contemporary |
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Klappentext
Schuss und Toooor! Oder nur fast, denn knapp daneben ist ja bekanntlich auch vorbei. Wie beim Fußball kann man eben auch im Leben und in der Liebe nicht alles planen. Und als Theas Lieblingsclub haarscharf an der verdienten Meisterschaft vorbeischrammt, scheint das mal wieder bestätigt. Doch zum Glück lassen sich Thea und ihre Freunde davon nicht entmutigen, denn schließlich hat schon der Kaiser gesagt: Gute Freunde kann niemand trennen … Übrigens: „Hexenfett“ ruft man, wenn der Ball nicht ins Tor gehen soll. Und für den umgekehrten Fall sucht Thea gerade fieberhaft nach dem passenden Ausruf.
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
"Hexenfett" hat mich in vielerlei Hinsicht gereizt. Da wäre u.a. die Hauptprotagonistin, die als weiblicher Fan in der Fußball-Männerwelt noch immer etwas exotisch wirkt und - obwohl man nie nur nach der Aufmachung gehen sollte - das ansprechende Cover war es, was mich im Zusammenhang mit der fußballverrückten Protagonisten doch sehr neugierig gemacht hat. Auch dass mich die Geschichte - wenn natürlich auch mit einer verdrehten Rollenverteilung - ein wenig an Nick Hornby's "Fever Pitch" erinnert, das ich sowohl als Buch, als auch in der Verfilmung mit Colin Firth richtig toll fand.
Zu meinem großen Bedauern kam ich schon nach wenigen Seiten beim Lesen vollkommen ins Stocken. Ein für mich recht umständlicher Schreibstil, der aus zu vielen kurzen Sätzen zusammen gesetzt ist und übermäßig abgehackt wirkt, machte es mir schwer im Lesefluss zu bleiben. Hinzu kommt eine schnoddrige Sprache, die ich zwar gesprochen als durchaus alltäglich anerkenne, doch als geschriebene Worte schnell sehr anstrengend und ermüdend zu lesen empfand.
Des Weiteren sind da die eindimensional gestalteten Protagonisten mit denen ich überhaupt nicht warm wurde. Sätze viel zu oft "Thea macht das..." oder "Marie (Theas Freundin) macht dies.." beginnen, tragen nichts dazu bei dem Leser die Handlungen oder Gefühle der Figuren näher zu bringen, sondern lassen sie mechanisch, fast roboterhaft daher kommen und wirken.
Einzig die Tagebucheinträge, die zwar so gar nicht in die Geschichte passen wollen, tragen dazu bei, zumindest dem Verfasser (in diesem Fall dem Protagonisten Chris) eine wenig mehr an Profil und charakterlicher Tiefe zu verleihen. Das Problem ist nur, dass Chris für mich persönlich eigentlich nur halb so interessant war, wie etwa die Hauptfigur Thea, die ich gerne intensiver kennengelernt hätte.
Für die Grundidee verleihe ich "Hexenfett" 2 Punkte, weil ich sie wirklich interessant fand. Aber weder die Figuren, noch der Stil des Buches könnten mich schließlich überzeugen, vielmehr haben es mir die Kritikpunkte schwer gemacht, dass Buch bis zum Ende zu lesen.
Bewertung
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