Im Zauber der Verführung (Kerstin)
| Robin Schone | Kaufen |
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Originaltitel: The Lover Verlag: Ullstein ISBN: 978-3548258614 Erscheinungsdatum: Juli 2004 Genre: Erotischer Liebesroman |
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Verwandet Bücher
Gabriels Engel
Klappentext
Anne Aimes ist sechsunddreißig und hat alles, was ihr Herz begehrt, nur auf eines musste sie bislang verzichten: die Liebe eines Mannes. Michel des Anges genießt einen Ruf als Liebhaber, der weiß, was Frauen wünschen. Doch mit Geld kann Anne weder den Reichtum leidenschaftlicher Nächte bezahlen noch Michels Herz erobern, das sich ihr öffnet, voller Hoffnung auf ein Glück jenseits der dunklen Schatten, die ihn verfolgen.
Quelle: Ullstein
Meine Einschätzung
Anne Aimes ist 36 und eine alte Jungfer. Nachdem sie sich ihr ganzes Leben lang für ihre bettlägerigen Eltern aufgeopfert hat, beschließt sie, sich nach deren Tod einmal etwas zu gönnen, was sie nie haben konnte: Liebe. Zu diesem Zweck reist sie nach London und bietet Michel des Anges, männliche Hure, 10.000 Pfund für einen Monat seiner Dienste. Michael wurde 5 Jahre zuvor bei einem Brand schwer verletzt und trägt Narben - äußerliche wie innerliche. Seit dieser Zeit hatte er keine "Kundinnen" mehr, doch auch er sehnt sich nach etwas: nach einer Frau, die nicht vor seinen Narben zurückschreckt - und nach Rache an dem Mann, der ihm das alles angetan hatte...
Wie man es von Robin Schone gewöhnt ist, gibt es etliche heiße und intensive Liebesszenen. Man merkt, dass sie das Alltagsleben der Viktorianer genau erforscht hat, dennoch bleibt das London des 19. Jahrhundert nur der Hintergrund. Michael und Anne sind beides geschundene Charaktere, die sich mit Schuldgefühlen herumquälen. Besonders auffallend ist der merkwürdig abgehackte und unglaublich intensive Schreibstil der Autorin, das Buch liest sich oft wie eine Schilderung, nicht wie eine Erzählung. Gedankenfetzen, Gerüche, Ängste, alles lässt die Autorin lebendig werden und spinnt eine düstere Atmosphäre voller Leidenschaft und Sinnlichkeit.
Dennoch hat mir das Ende einfach nicht gefallen, denn es passte nicht zum Buch. Ich fand es einfach nur übertrieben und ekelhaft. Aber: keine Sorge, natürlich gibt es ein Happy End, nur der Weg dorthin ... Zum Schluss kommt nämlich Spannung auf, wir erfahren, was Michael angetan wurde und auch Anne gerät in Gefahr. Und dieser Teil war das, was das Buch herabwürdigt.
Übrigens: es gibt einen 2. Teil, "Gabriels Engel", der hat mir wesentlich besser gefallen!
Bewertung
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