Mein dunkler Gefährte (Minx)
| Susan Squires | Kaufen |
|
Originaltitel: The Companion Verlag: Bastei Lübbe ISBN: 978-3-404-18747-8 Erscheinungsdatum: März 2010 Genre: Paranormal |
Amazon.de |
Teil einer Serie
The Companion Serie
Klappentext
Nach einem Piratenüberfall auf hoher See wird Ian von einer geheimnisvollen Frau versklavt und in die ägyptische Wüste verschleppt. Erst nach Monaten entkommt er, doch etwas stimmt nicht mit ihm: Das Licht der Sonne bereitet ihm Qualen, und er verspürt eine nahezu unstillbare Gier nach Blut ... Völlig verunsichert bricht er in seine englische Heimat auf. Die Freiheit der jungen Elizabeth nimmt ein jähes Ende, als ihr Vater auf einer archäologischen Expedition stirbt. Nun soll sie Ägypten verlassen und in London ein ganz normales Leben führen. Auf der Schiffsreise nach England trifft sie den mysteriösen Ian und ist sofort fasziniert. Ihre Leidenschaft für ihn bringt sie völlig durcheinander. Dabei weiß sie noch nichts von Ians dunklem Geheimnis ...
Quelle: Bastei Lübbe
Meine Einschätzung
"Mein dunkler Gefährte" war seit langem wieder ein Buch, das mich so richtig in seine Welt gezogen hat. Susan Squires eröffnet einen vollkommen neuen Zugang zum Thema Vampire.
In ihrer Welt existiert "The Companion", eine Art Parasit, der durch Blut übertragen wird und sich mit seinem "Wirt", in dem Fall einem Mensch, einen Körper teilt. Er ernährt sich von Blut, ergo der Mensch wird zum Vampir, dabei schenkt "The Companion" dem Menschen im Gegenzug ein reicheres Leben - erhöhte Wahrnehmung, praktisch Unsterblichkeit, übernatürliche Kräfte.
Das Buch spielt zu einem großen Teil in der Wüste und Susan Squires verknüpft ihre Geschichte sehr geschickt mit den Mythen des alten Ägypten, was es für mich umso faszinierender macht. Das ganze Buch ist sehr düster und nicht unbedingt für zarte Gemüter.
Man erfährt sehr viel über Ian, in Rückblenden und aus seinen Träumen. Ian ist ein richtiger tortured hero, der tatsächlich durch die Hölle gegangen ist. Trotzdem lässt es die Autorin nicht zu, das man in Mitleid mit ihm vergeht, sondern hält den Leser eher in einem Zustand beständig angehaltenem Atems, der einen zwingt mit offenem Mund den Ereignissen zu folgen.
Beth ist auch nicht die typische Heldin. sie ist der absolute Außenseiter. Ihre Mutter war Ägypterin und ihr Vater Archäologe, mit dem sie von Kindheit an durch diverse Wüsten von Ausgrabung zu Ausgrabung gezogen ist. Sie ist ein durch und durch starker, praktischer Charakter, der ihr Leben einfach in die Hand nimmt und nicht zurückschaut.
Ian und Beth sind jeder für sich faszinierende Persönlichkeiten, die im Laufe des Buches sehr lebendig werden.
Die Romanze zwischen beiden nimmt in dem Buch eigentlich eher einen geringen Stellenwert ein und steht trotzdem im Mittelpunkt.
Ja, ja, ich weiß, das widerspricht sich, aber ich habe es einfach so empfunden, dass die Autorin die Geschichte so aufgebaut hat, dass sich eines ins andere fügt und zum Schluss einfach alles unausweichlich an seinen Platz fällt. Wenn ich allerdings noch mehr verrate wäre es ein Spoiler.
Mich hat das Buch auf alle Fälle extrem fasziniert und ich möchte es jedem, der düstere, sehr gut geschriebene Geschichten mit leicht morbiden Ansätzen mag empfehlen.
Bewertung
|
|