Shiver (Kerstin)
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Originaltitel: ---- Verlag: Scholastic ISBN: 9781407115009 Erscheinungsdatum: 2009 Genre: historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie
Wolves of Mercy Falls
1. Teil Shiver / Nach dem Sommer
2. Teil Linger / Ruht das Licht (2011)
3. Teil Forever (2011) / In deinen Augen (2012)

Klappentext
Grace is fascinated by the wolves in the woods behind her house; one yellow-eyed wolf in particular. Sam leads two lives. In winter, he stays in the frozen woods. In summer, he has few months to be human. Grace and Sam finally meet and realize they can't bear to be apart. Sam must fight to stay human - or risk losing himself, and Grace, for ever.
Quelle: Scholastic
Meine Einschätzung
Sam ist ein Werwolf, Grace das Mädchen, das er liebt. Doch in Maggie Stiefvaters melanchlischem Roman ist es nicht der Mond, der die Verwandlung veranlasst, sondern die Kälte. Im Winter ist Sam ein Wolf, im Sommer ein Mensch. Doch jeder Werwolf hat nur eine begrenzte Anzahl an Verwandlungen zur Verfügung, bevor er für immer ein Wolf bleiben muss. Für Sam ist diese Zeit gekommen, was er resigniert hinnehmen muss. Grace jedoch beschließt zu kämpfen - gegen die Kälte, gegen Sams Rudel und gegen alle Wahrscheinlichkeit - für ihre Liebe.
Abwechselnd erzählen Grace und Sam ihre Geschichte in alternierenden Kapiteln (jeweils in der 1. Person). Das Herausragendste an diesem Buch ist wohl der Stil der Autorin. Am zutreffendsten wäre die Beschreibung "ein Gedicht in Prosa". Die Geschichte ist melancholisch, poetisch und bis auf einige Ausnahmen sehr ruhig. Die Interaktion zwischen den Charakteren dominiert, Handlung kommt erst an zweiter Stelle. Ängste, Sorgen, Probleme werden eingehend beschrieben. Und dann die Liebe - hier wird nichts hinterfragt, Zweifel gibt es nicht - Sam und Grace sind füreinander bestimmt. Beide würden alles tun, um dem anderen zu helfen. Einige Szenen bringen die Handlung auch nicht weiter voran, sind eigentlich überflüssig. Doch in dieser Geschichte fühlt man sich dank dieser Kapitel wirklich in die Welt hineinversetzt, sitzt mit Grace und Sam in der Küche, schnuppert den Geruch von Graces Kochkünsten und sitzt mit am Küchentisch.
Hier trifft das Cover ganz genau den Kern der Geschichte: Sie ist so ruhig wie ein schneebedeckter Winterwald und genauso schön - und gefährlich.
Interessant ist auch der Blick auf die Werwolfmythologie. Ein Werwolf kann sich nur eine begrenzte Anzahl von Malen verwandeln, bevor er für immer ein Wolf bleibt. Wann er sich verwandelt, bestimmt nicht er selbst, sondern die Natur, von der er ein Teil ist. Für Sam, der seinen Wolf hasst, ist dies eine Katastrophe. Allerdings können viele andere aus seinem Rudel damit gut umgehen, sehnen sogar die Zeit als Wolf herbei.
Oben schreibe ich, dass der Stil etwas ganz Besonderes ist - das ist aber auch der größte Nachteil des Buchs: zuweilen verliert sich die Autorin in sogenannter "purple prose", übertreibt und verwendet Metaphern, die mich beim Lesen ganz aus der Geschichte reißen. Manchmal wäre halt ein bisschen weniger mehr gewesen!
Achtung: Ich-Perspektive!
Bewertung
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von Kerstin
Englisch-Schwierigkeitsgrad: An sich leicht lesbar, allerdings benutzt die Autorin viele Metaphern, die Probleme bereiten könnten. Die habe ich allerdings zum Teil auch einfach überlesen, weil sie mir einfach zu viel waren – die Geschichte kann man dennoch wunderbar verstehen.