Venusblut (Ka)

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Originaltitel: ----
Verlag: Elysion Books
ISBN: 978-3942602075
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Genre: Erotischer paranormaler Liebesroman

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Teil einer Serie
Blut Serie


Klappentext

In einem Jahrhunderte währenden Kampf um Legenden und Leidenschaften macht er seinen letzten Zug. Nachdem die Unsterblichkeit der Vampire erloschen ist, liegt es an Joel der letzten Intrige des mächtigen Magnus auf die Spur zu kommen. Doch ausgerechnet Judith, die menschliche Tochter dieses unberechenbaren Vampirs erweist sich als ausgesprochen störrisch. Während der Herr der Schatten versucht, Judith das letzte Geheimnis ihres Vaters zu entlocken, kommen die Vampirkönigin und ihr treuster Feind Hasdrubal dem wahren Geheimnis der Unsterblichkeit auf die Spur. Aber die gefundenen Bruchstücken der Vergangenheit verändern die Geschichte der gesamten Vampirgesellschaft und der Preis für die neuerliche Unsterblichkeit der Vampire ist unerträglich hoch.

Quelle: Eylsion Books

Meine Einschätzung

Zitat der Vampirkönigin Maeve: "Konnte man so tief sinken, dass man auf der anderen Seite wieder ans Licht kam?" Dieser Gedanke von Maeve, war für mich exemplarisch für Jennifer Schreiners Roman "Venusblut". 

In diesem dritten Teil der Reihe, befriedigt die Autorin den Leser mit zwei Parallel-Handlungen die gekonnt, von einer Seite zur anderen, Spannung aufbauen. Auf Neudeutsch also ein wahrer Pageturner. Wir dürfen uns auf Joel freuen, dem Herrn der Schatten. Joel hat von seiner Königin den Auftrag bekommen, das Elixier des Lebens, welches von Magnus - dem Bruder von Königin Maeve - entwendet wurde, wieder zu finden. Denn die Unsterblichkeit der Vampire ist Vergangenheit. Bei dieser Suche stößt Joel auf die Tochter von Magnus, die dieser mit einer Sterblichen gezeugt hat. Ihr Name ist Judith.

Judith erwacht aus einem erholsamen Schlaf und sieht plötzlich einen Fremden - wie einen Schatten - vor ihrem Bett stehen. Es ist Joel. Bei Judith läuten sofort die Glocken der Erkenntnis: ein Vampir! Sie weckt in Joel etwas, was er seit Jahrhunderten gekonnt unterdrückt: Das Biest, das ihn drängt, sie unverzüglich als die "Seine" zu kennzeichnen, obwohl sie ganz und gar nicht in sein eigentliches "Beuteschema" passt. Prompt verbannt er sie - nach einem emotional geladenen Streit - in das Innere einer Perle, befestigt an einer magischen Kette, welche Joel um seinen Hals trägt.

Parallel dazu machen sich Königin Maeve - die Zwillingsschwester der toten, einstigen Vampirkönigin Morna - und der Karthager Hasdrubal auf die Suche nach Maeves Herkunft, die vollständig im Dunkeln liegt. Hasdrubal spielt mit dem Gedanken, Maeve zu töten, da die von Lilith mit Blut geschriebene Vampirbibel prophezeit, dass nur der Tod des zweiten Vampirzwillings - neben dem Lebenselixier - das Sterblichwerden der Vampire abwenden kann. Hasdrubal ist seit ewigen Zeiten in Hassliebe zu Maeve entbrannt, die sich einst für seinen Bruder Julian entschied. Nun steckt er fest in einer emotionalen Zwickmühle. Wie soll er sich entscheiden? Für seinen Hass, oder für seine Liebe zu Maeve?

Auf der Suche nach dem Elixier findet Joel heraus, dass Judith genauso wie Sofia ("Zwillingsblut") und Königin Maeve eine Zwillingsschwester hat, nämlich Joline. Joline ist verschwunden. Doch hängt dieses Verschwinden mit dem Lebenselixier zusammen? Und wo steckt Magnus, der Vater von Judith und Joline?

Kann man also so weit sinken, dass man auf der anderen Seite wieder ins Licht kommt? Die Protagonisten in Jennifer Schreiners "Venusblut" tun es definitiv. Sie versinken auf ihrer Suche nach der Vergangenheit und dem Lebenselixier im Dunklen, um sich dann, am Ende, wieder erstarkt, ins Licht zu erheben. Doch eine Person steht nicht ganz im Licht: Joline. Das verspricht für die Zukunft mehr von der Autorin.

Jennifer Schreiner spielt in "Venusblut" gekonnt mit einer Kombination aus: Geschichte, Mythologie, Unsterblichkeit, Liebe, Hass und stilvollen erotischen Momenten. Alleine die Namensgebung der Darsteller ist wegweisend. Siehe zum Beispiel Maeve (abgleitet von Medb, einer zentralen Figur der irischen Mythologie), Hasdrubal (Hasdrubal der Schöne, war ein karthagischer Feldherr), Xerxes (ehemals ein persischer Großkönig) oder die dämonische Lilith, die auch die Urmutter der Vampire genannt wird. Der sprachliche Stil der Autorin ist ausgereift und bildhaft. Dies ermöglicht es dem Leser, in diese fiktive Welt einzutauchen. Von meiner Warte aus gibt es 5 Punkte für "Venusblut".

Als Pluspunkt für "Venusblut"-Quereinsteiger hat die Autorin ein kurzes "Was zuvor geschah" der vorhergehenden Bände "Zwillingsblut" und "Honigblut" in den Roman integriert. Nichtsdestotrotz kann man als Leser besser in die Welt von Jennifer Schreiners Vampiren versinken, wenn man die Bücher der Reihe nach liest.

Bewertung

Venusblut (Ka)      

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