Winterleuchten (Monalou)

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Originaltitel: ----
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3940235015
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Genre: Contemporary

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Klappentext

Durch den Tod ihrer Zwillingsschwester Stella ist die sechzehnjährige Luna gezwungen, sich selbst neu zu entdecken. Ihre Mutter Tabea ist so damit überfordert, ihre eigene Trauer zu verarbeiten und ihre von Schuldgefühlen belastete Ehe zu retten, dass sie nicht merkt, was für eine besondere Gabe Luna entwickelt. Als Tabea erfährt, dass der Arzt, der Stella operiert hat, zahlreicher Kunstfehler beschuldigt wird, kennt sie nur noch einen Gedanken: Rache. Dunkel lastet der Hass auf ihr. Kann Luna, die ihre erste zarte Liebe erlebt, Tabea auf einen neuen, lichtvollen Weg im Umgang mit der Trauer führen? Eine heiter-tragische Geschichte, die berührt.

Quelle: Sieben Verlag

Meine Einschätzung

Luna Jannik ist 16 Jahre alt und gefangen in ihrer Trauer. Vor zwei Jahren starb ihre Zwillingsschwester an einem Gehirntumor. Seither ist sie und ihre ganze Familie in Trauer und Verzweiflung gefangen. Ihre Mutter, Tabea, versucht ihre Trauer mit ihrer Malerei zu verarbeiten und der Vater Urban vergräbt sich hinter der Arbeit als Steuerberater. Luna bezeichnet sich selbst als das Mondkind und in ihren Träumen begegnet sie Stella immer wieder. Tabea macht sich seit zwei Jahren Vorwürfe, denn sie wollte die Operation an Stella, die schließlich zum Tode führte, verhindern.

Finn Drostenhagen, 18 Jahre alt und Bluter, zieht mit seiner Mutter und der quirligen Schwester Motte in Lunas Nachbarhaus. Finn ist durch seine Krankheit geprägt. Seine Mutter behütet ihn zu sehr, das er bis dato keinen richtigen Freund hat, geschweige denn eine Freundin. Motte hingegen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und sie ist ständig am Streiken, da sie zurück zu ihrem Vater will.

Eines Nachts hat Luna wieder einen Traum und geht im Schneegestöber hinaus. Als sie den Schnee berührt, beginnt dieser zu leuchten und Finn sieht es zufällig. Luna hat das Gefühl, das Stella ganz nah ist und Finn, der sich heftig in Luna verliebt hat, spürt es ebenso. Doch das ist erst der Anfang einer ungewöhnlichen Geschichte um Liebe, Freundschaft und Vergebung.

Mein Fazit: Es ist ein wunderschöner Roman - passend zur Winterzeit. Christine Spindler ist ein Buch gelungen, in dem man versinken kann, gleichzeitig aber auch immer wieder innehält, um die Sätze in ihrem Sinn zu begreifen. Es ist herzerwärmend, erfrischend und zugleich voller Melancholie. Es handelt in jeder Hinsicht von Loslösung, Luna und Tabea von der Trauer um Stella, Finn von seiner Mutter. Dabei sind die Figuren in ihren Charakteren so unterschiedlich und zugleich sympathisch und liebevoll.

In jeder Hinsicht eine empfehlenswerte Lektüre. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin.

Bewertung

Winterleuchten (Monalou)      

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