Wir tun es für Geld (Anke)
| Matthias Sachau | Kaufen |
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Originaltitel: ---- Verlag: audio media verlag ISBN: 978-3868045994 Erscheinungsdatum: September 2010 Genre: Contemorary CD's: 5 Sprecher: Simon Gosejohann |
Amazon.de (Cd's, gekürztes Hörbuch) |

Klappentext
Eigentlich ganz clever: Lukas heiratet zum Schein seine Mitbewohnerin Ines, damit diese richtig schön Steuern sparen kann. Doch dann zieht unter den beiden ihr Finanzbeamter Ekkehard ein. Jetzt müssen Ines und Lukas richtig Ehe spielen. Und das funktioniert mehr schlecht als recht. Zu allem Überfluss setzt sich Ekkehard auch noch in den Kopf, die "Beziehung" seiner neuen Freunde zu retten.
Quellle: audio media verlag
Meine Einschätzung
Nach dem ich mit Begeisterung dem Hörbuch "Kaltduscher" gelauscht hatte, konnte ich es kaum erwarten mehr aus der Feder von Matthias Sachau kennenzulernen. Doch "Wir tun es für Geld" war zunächst nicht so eingängig, wie ich es von "Kaltduscher" in Erinnerung hatte. Drei Anläufe hat es gebraucht, bis ich mit der Geschichte einigermaßen warm geworden bin, um das Hörbuch endlich bis zum Ende zu hören.
Lukas und Ines, die bereits seit einer Weile befreundet sind und in einer Wohngemeinschaft zusammenleben, beschließen aus dieser Tatsache Nutzen zu ziehen und der steuerlichen Gründe wegen zu heiraten. Ihre Scheinehe funktioniert bestens - solange bis Ekkehard in die Wohnung unter Lukas und Ines einzieht. Ekkehard ist ein weltfremder HiFi-Nerd, der behauptet Beamter zu sein und zu allem Überfluss auch noch denselben ungewöhnlichen Familiennamen wie Lukas und Ines unbekannter Steuerbeamter hat: Stöckelein-Grummler. Das lässt für Ines und Lukas nur einen Schluss zu: Solange Ekkehard auf ihrer Couch residiert, müssen sie nicht nur den Tisch sondern auch das Bett teilen und vor den vermeidlichen Steuerbeamten ein glückliches Ehepaar mimen. Das das für nicht ohne Folgen für die "Vernunft"-Ehe der beiden bleibt kann man sich leicht denken.
Die Geschichte von Lukas, Ines und ihrem neuen Nachbarn Ekkehard, kommt nur langsam in Schwung, besitzt eine turbulente Mitte und ein vorhersehbares und ein wenig labbriges Ende.
Besonders problematisch fand ich dass sich die vielen kleinen scheinbar völlig unbedeutenden Bemerkungen, die im Laufe der Geschichte fallen, erst ganz am Ende, mit dem Wissen um die komplette Geschichte, richtig amüsant wurden. So kam man zwar wunderbar darüber lachen, wenn man den Roman nacherzählt, aber beim Hören direkt fehlt einem noch das Verständnis für die amüsanten Untertöne.
Simon Gosejohanns Stimme passt gut zu dem pragmatischen und in allen Lebenslagen recht entspannten Lukas. Die verstellt hohe Stimme des Sprechers, wann immer ein weiblicher Charakter spricht, ist dagegen allerdings genauso überflüssig und albern, wie die vielen "hihi"s die beim Hören an meinen Nerven gezerrt haben. Ein bisschen "weniger vom allem" hätte dem Hörbuch, meiner Meinung nach, daher gut getan.
Da soll mal einer Sagen Lesen bildet nicht! Ich zumindest habe beim Hören von "Wir tun es für Geld" zwei Dinge für Leben gelernt
a) was ein "Transrotor Tourbillon" ist
und
b) warum man sich vor zu labbrig gekochten Wirsingblätter in Acht nehme sollte.
Sollten euch diese Fragen ebenfalls beschäftigen, dann möchte ich euch das Hörbuch unbedingt ans Herz legen. ;-)
Bewertung
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