Leidenschaft der Wüste (Wildfee)
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Originaltitel: The Cobra and the Concubine Verlag: Droemer/Knaur ISBN: 978-3426639863 Erscheinungsdatum: Oktober 08 Genre: historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie
Khamsin Krieger

Klappentext
Ägypten, 1894: Lange Jahre war die bezaubernde Badra die Sklavin eines ruchlosen Scheichs. Als ihr endlich die Flucht aus seinen Fängen gelingt, findet sie Schutz bei dem stolzen Kriegerstamm der Khamsin. Khepri, ein hochangesehener Krieger englischer Abstammung, nimmt sich ihrer an - und verliebt sich in sie. Als das Schicksal sie trennt, unternimmt Khepri alles, um seine geliebte Badra zu retten...
Quelle: Droemer/Knaur
Meine Einschätzung
Eigentlich hat der Roman alles, was es für einen guten Liebesroman braucht: Gutaussehender, verständnisvoller Held, beschützenswerte Heldin, Widersacher, Bösewichte und die Missverständnisse, die dem Glück der beiden im Weg stehen. Dazu ein Handlungsort, der ein wenig exotisch ist und Vorgeschichten der beiden Hauptprotagonisten, die teilweise recht quälend sind.
Trotzdem bekommt der Roman von mir nicht die volle Punktzahl. Die Vorgeschichte von Badra (Folter und Vergewaltigung), ihre weitere Entwicklung und wie sie diese Erlebnisse verarbeitet, sind sehr einfühlsam beschrieben. Dennoch bleibt irgendwie ein schaler Geschmack zurück, da Badra einem doch nicht richtig nahegeht.
Das Schicksal von Khepri und seine Charakterentwicklung dürften dem Leser da schon mehr zusagen, allerdings heftet ihm das Manko an, schon fast zu perfekt zu sein.
Die Liebesszenen sind stellenweise sehr ausführlich, reißen einen allerdings auch nicht richtig mit.
Es ist meiner Ansicht nach doch recht schwierig, so ein heikles Thema wie Missbrauch in der Kindheit in einem Liebesroman aufzuarbeiten, ohne dass es zu unglaubwürdig oder distanziert wirkt. Hier ist es ansatzweise gelungen, allerdings doch nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit. Der Stil der Autorin ist einfach zu wenig intensiv.
Obwohl die Autorin auf ihrer HP darauf hinweist, dass die einzelnen Bände der Reihe auch einzeln zu lesen sind, merkt man bei diesem 3. Band ganz deutlich, dass es Vorgeschichten gibt. Und hier liegt ein weiterer Knackpunkt: Praktisch jedes Pärchen setzt sich aus "ägyptischer Krieger" und Engländerin oder Engländer (unter Kriegern aufgewachsen) und Ägypterin zusammen. Mich irritiert es sehr, dass es im Ägypten des endenden 19. Jahrhunderts einen Beduinenstamm geben soll, der lauter friedvolle Mischehen bevorzugt und bei dem die jeweiligen Männer entweder Stammeshäuptlinge oder eigentlich englische Adelige sind.
Fazit: Wer von diesem Setting mehr lesen will, sollte auf die Fortsetzung warten, ansonsten sollte es bei diesem einen Roman bleiben. Empfehlenswert ist der Roman für all diejenigen, die ein orientalisches Setting mögen und sich von der Vorgeschichte der Heldin nicht abschrecken lassen.
Bewertung
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