Eine skandalöse Braut (Anke)
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Originaltitel: My Lord Scandal Verlag: Blanvalet ISBN: 978-3442377527 Erscheinungsdatum: August 2011 Genre: Historischer Liebesroman |
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Teil einer Serie
Notorious Bachelors

Klappentext
Um ein skandalträchtiges Familienerbstück zurückzubekommen, steigt Alexander St. James nachts heimlich in Lord Hathaways Residenz ein. Statt in der Bibliothek des Hausherrn landet er jedoch im Schlafzimmer der Tochter – und überrascht sie in einem sündigen Hauch von nichts. Bezaubert von ihrer Schönheit stiehlt Alex ihr einen Kuss und verschwindet im Dunkel der Nacht. Doch er kann Amalia nicht vergessen und setzt alles daran, dass mehr wird aus diesem einen verführerischen Kuss …
Quelle: Blanvalet
Meine Einschätzung
Mit nur zwei Büchern hat Emma Wildes mich für sich eingenommen und Keeper-Status im meinem Bücherregal erreicht. Aber wie das in solchen Fällen oft ist, liegt darin dann auch eine extrem hohe Erwartungshaltung für alles folgenden Neuerscheinungen. "Eine skandalöse Braut" ist so ein Fall.
Dabei ist der 1. Teil der "Notorious Bachelors"-Serie definitiv kein schlechtes Buch. Leicht und locker erzählt und höchst angenehm und kurzweilig zu lesen, ist das Buch eine gefällige Lektüre die gute Unterhaltung für einen Nachmittag verspricht. Die Charaktere sind sehr sympathisch und ihre Stärken und Schwächen machen sie besonders liebenswert. Die Protagonisten stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden und wissen war sie wollen, wenn sie sich einmal für eine Richtung entschieden haben, dann bleiben sie dabei und machen das Beste daraus.
Eine sehr romantische Liebesgeschichte, die alles bietet was ein Liebesroman-Leser verlangen kann, ist ein weiterer Pluspunkt.
Doch trotz der vielen positiven Eindrücke hat "Eine skandalöse Braut" ein großes Manko: ein fehlender Spannungsbogen. Zwar wird man als Leser zunächst mit einem möglichen Neben-Suspenseplot gelockt, in den man seine Erwartungen auf eine spannende Ergänzung zur Liebesgeschichte setzt, doch der verpufft im Laufe der Geschichte mehr und mehr zu einer Lappalie, die einen - man muss es so deutlich sagen - am Ende enttäuscht zurück lässt.
Emma Wildes Erzähltalent zeigt sich auch in "Eine skandalöse Braut", jedoch nicht in dem Maße, wie es in anderen Büchern zu erkennen ist. Handwerklich ist der Roman solide und glänzt sogar mit seinen Charakteren und seiner romantischen Grundstimmung. Doch fehlt ihm vollkommen Spannung und jede Art von raffinierter Verwicklung oder überraschende Wendung, die aus einer Geschichte mehr macht, als die passable Aneinanderreihung von wohlgewählten Worten.
Und das nur nebenbei erwähnt: Warum hat man ein Buch, dass im Original "My Lord Scandal" heißt und sich somit auf die skandalträchtige Vergangenheit des Helden bezieht, in der Übersetzung unter dem Titel "Eine skandalöse Braut" veröffentlicht, wo doch die Braut alles andere als skandalös ist? Vielleicht weil "Ein skandalöser Bräutigam" weniger nach Skandal klingt als "Eine skandalöse Braut"? Frag sich nur was dass aussagt, wenn eine skandalöse Braut einen Ausruf wert ist, während ein skandalöser Bräutigam nicht der Rede wert ist?
Bewertung
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