Küss mich, Werwolf (Anke)

Christine Warren Kaufen
Originaltitel: Wolf at the door
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442375141
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Genre: Paranormal

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Teil einer Serie
Novels of the Others


Klappentext

Sullivan Quinn hat nicht Irland verlassen und ist 3000 Meilen nach Amerika gereist, nur um sich nun Hals über Kopf zu verlieben. Aber ein Dufthauch der Anthropologin Cassidy Poe genügt, um ihn verrückt zu machen. Auch Cassidy fühlt sich leidenschaftlich zu Sullivan hingezogen, aber noch ahnt sie nicht, wer Sullivan in Wirklichkeit ist. Und sie weiß nicht, dass er sie in höchste Gefahr bringt. Denn Sullivan hat eine gefährliche Mission …

Quelle: Blanvalet

Meine Einschätzung

Die Autorin Christine Warren begibt sich mit ihrem Buch "Küss mich, Werwolf" einmal abseits ausgetretener Pfade, in dem sie Konflikte unter den "Anderen" und Entscheidungen über das Wohl der selben mittels Politik und nicht generell mit Kampf löst; es wird also mehr diskutiert als gekämpft, wobei auch die Action, insbesondere am Endes des Buches, ebenfalls nicht zu kurz kommt.
Doch Hauptbestandteil und wichtige Aspekte der Geschichte sind, neben der Liebesgeschichte, Themen, wie Geheimhaltung der "Anderen" vor der Menschenwelt oder einen mögliche Öffnung.

Doch niemand braucht sich Sorgen zu machen, dass dies womöglich langweilig zu lesen sein könnte! Christine Warren beschreibt - in angenehm dosiertem Umfang - eine detaillierte Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Situation der "Anderen" die sehr durchdacht und gut erzählt ist. Auch die Eigenheiten der Angehörigen der "Anderen", in diesem Fall die der Werwölfe und Fuchswandler werden interessant dargestellt.

Hätte dieser ansprechende Grundplot, dann auch noch über Charaktere verfügt, die mir sympathisch gewesen wären und hätte eine, für mich, romantische Liebesgeschichte besessen - keine Frage meine Bewertung wäre sehr viel positiver ausgefallen.

So fing es leider schon auf den ersten Seiten damit an, dass ich eine Abneigung gegen den Helden entwickelte, die es mir sehr schwer machte das Buch überhaupt weiter zu lesen.

Der angeblich so erfolgreiche Streitschlichter Sullivan Quinn, aus einer langen Ahnenreihe bedeutender Diplomaten, wird kaum - schnuppert er "einen Duft der von Fic*barkeit kündet" und jemanden der "reif, saftig und bereit gefic*t zu werden" ist (Zitate aus dem Buch), hat er alles diplomatische und angeblich so zivilisierte vollkommen vergessen und ist (wortwörtlich, nach dem er seine Beute gestellt hat und beide sich wieder in (nackte) Menschen verwandelt haben) "zum gezielten Eindringen bereit". (Ebenfalls ein Zitat!)

Wäre diese ungehobelte und höchst unromantische Vorgehensweise nicht schon genug, so "stülpt er" dann auch noch sein "warmes, verführerisches und raffiniertes" … "Maul über ihren Mund" (Ich frage mich wirklich was daran raffiniert ist?).
Und die Heldin? Sie genießt es natürlich sein "Maul" auf ihrem Mund zu haben, flieht dennoch vor ihm. Aber nicht etwa weil sie Angst vor einer Vergewaltigung hätte, neinnnnnnn, - nur Instinkt drängt sie zur Flucht - obwohl sie ihn irgendwie anziehend findet. (Anmerkung: Eine Erklärung für den hier erwähnten "Instinkt" wird jedoch nicht geliefert)

Bis zu dieser Stelle hatte ich mich darauf eingerichtet den Held bzw. seine Steinzeitmanieren einfach zu überlesen, da ändert sich sein Verhalten gegenüber der Heldin, Cassidy, jedoch schlagartig. Denn Sullivans Vater teilt seinem Sohn mit, er habe in Cassidy sein "Weibchen" gefunden. Plötzlich wird Sullivan zu einem verliebten und höchst umsichtigen Verehrer, der nichts anderes will als eine liebende Frau, Kinder und einen weißen Lattenzaun um sein Haus.
Amüsanterweise ändert sich mit demselben Schlag Cassidys Verhalten, die dann das vorsichtige Eindringen "bei ihrem ersten Mal" von Sullivan mit den Worten kommentiert: "Würdest du mal aufhören, da herumzustochern, und mich endlich fic*en!!!" (Zitat aus dem Buch)

Mir beinahe Lachtränen in die Augen getrieben hat mir dann folgendes Statement von Sullivan: "Das liebte er an ihr - ihre Empfänglichkeit für zarte Gesten". *ggg*

Okay, ich weiß wie das ist - hat erst mal mit kritisieren angefangen und sich darauf eingeschossen, dann kann man nicht mehr aufhören und findet an allem was zum Meckern. Fakt ist jedoch, dass ich mich irgendwann nicht mehr auf die Geschichten konzentrieren konnte, weil ich viel zu beschäftigt damit war, mich über das seltsame Gebaren der Figuren zu ärgern.

Erschwerend hinzu kamen die zum Teil sehr langen und verschachtelten Sätze des Buches. Bis ich endlich zum Ende eines Satzes kam, wusste ich schon nicht mehr was an seinem Anfang stand. Mehr als einmal habe ich Sätze zwei oderdreimal lesen und deren Inhalt für mich sortieren müssen, um erkennen zu können, um was es überhaupt ging.

Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich und das von mir bemängelte muss nicht jedem Leser negativ auffallen und ihn beim Lesen stören. Da es den interessanten Grundplot gibt und sich die Artenvielfalt an "Anderen" durchaus zu entdecken lohnt, sollte man dem Roman vielleicht eine Chance zu geben. Für mich persönlich stört das seltsame Gebaren der Figuren einfach zu sehr, um die Geschichte genießen zu können.

Bewertung

Küss mich, Werwolf (Anke)      

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