Vampirsohn (Elena)


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Originaltitel: The Story of Son aus "Dead after Dark"
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527898
Erscheinungsdatum: Janaur 2011
Genre: Paranormal

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Klappentext

Seit Jahrzehnten wird der Vampir Michael im Keller eines uralten Hauses gefangen gehalten. Bis die toughe Anwältin Claire ihm gezwungenermaßen einige Tage Gesellschaft leistet und in ihm eine bis dahin unbekannte Leidenschaft entfacht.

Quelle: Heyne

Meine Einschätzung

Der Termin zur Testamentsänderung bei einer alten reichen Lady endet für Claire anders als erwartet; „"Er wird sich einige Tage nehmen was er benötigt, dann darf sie gehen" – mit dieser Information findet sich Claire nach einer Betäubung in einem dunklen Keller mit einem fremden Mann wieder. Obwohl sich der Mann nicht zeigt, übt er von Anfang an eine unglaubliche Anziehung auf sie aus, die sie sogar weniger über ihre eigene, denn seine Gefangenschaft nachdenken lässt. Aber Claire wäre nicht eine toughe Anwältin, wenn sie nicht schnell das Geheimnis des faszinierenden Mannes lüften würde…

Um dieses Buch habe ich mich lange gedrückt, da ich aufgrund des dünnen Formats bereits einige Schwächen erwartet hatte. Ich bin ein großer Fan der Black Dagger und mag den tollen Stil der Autorin, daher musste ich aufgrund der Vollständigkeit diese Lektüre doch lesen.
Ich hatte zwar einige Lücken erwartet, aber dass es so schlimm wird nicht! Die Autorin hat ihren Stil nicht dem Umfang des Buches angepasst, sondern kreiert im gewohnten Stil im Ansatz eine komplexe Story und tiefe Figuren – dementsprechend bleibt so gut wie alles in der Luft hängen.

Die Charaktere sind vielversprechend aber können nur oberflächlich behandelt werden. Für Entwicklungen ist absolut kein Raum, daher sind viele Handlungen wie aus der Luft gegriffen und unglaubwürdig. Auch die erotische Chemie zwischen beiden fühlt sich erzwungen an – das Hetzgefühl überträgt sich auch unangenehm auf den Leser.

Die Handlung hätte gut zu einem Roman ausgearbeitet werden können, anstatt als Novelle . Man hatte das Gefühl die Autorin war gezwungen ihre Ideen zu beschneiden, um auf die Kürze zu kommen. Die Charaktere wurden praktisch in ein Handlungsgebilde geworfen, das noch in gefühltem Entwurfsstadium war. Vieles wird angesprochen, ohne erklärt zu werden – man stolpert durchgehend über Lücken und offene Fragen, so dass die Lust beim Lesen verloren geht. Auch das Ende wirkt so künstlich gefügt, dass man der Enttäuschung damit nur noch das I-Tüpfelchen aufsetzt.

Von schönem Stil spürt man, aufgrund der Randärgernisse, leider folglich auch nicht viel.
Als Fan der Autorin sollte man sich sein eigenes Bild machen, ansonsten würde ich eher zu einer anderen Vampirlektüre raten.

Bewertung

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