Rezensionen

Nicoles Bewertung

Marguerite Kaye - Die Lady und der Meisterdetektiv 03 Sterne.png

Im ersten Regencyroman der Autorin Marguerite Kaye begegnen sich bei Nacht und Nebel die verwitwete und desillusionierte Lady Deborah, die eine lieblose Ehe hinter sich hat und der Dieb Elliott, der sich jedoch bei näherem Nachfragen und Kennenlernen als moderner Robin Hood entpuppt; sprich er nimmt den Reichen, die einst die Truppen seiner Majestät nicht mehr unterstützten und gibt den Erlös des Ganzen an kriegsversehrte Soldaten. Deborah ist fasziniert von Elliots Doppelleben und will zumindest einmal im Leben ebenfalls den Hauch von Gefahr und Abenteuer spüren. So erpresst sie Elliot dazu, sie bei einem seiner Diebeszüge mitzunehmen. Elliot ahnt dabei nicht, dass Deborah ein geheimes Hobby hat. Sie schreibt romantische Schauerliteratur und Elliot dient ihr als männliche Muse. Als jedoch Gefühle ins Spiel kommen wird es kompliziert.

Ich mag von jeher Romances mit einem Diebesplot, daher hat mich der neue Historical von Marguerite Kaye sehr interessiert. Obwohl die beiden Hauptfiguren durchaus sympathische Romanfiguren sind, die man schnell in sein Leserherz schließt, fand ich die Gespräche die die beiden miteinander führen, einfach zu belanglos und stereotyp geschrieben für meinen Geschmack. Irgendwie konnte mich die Story aufgrund ihres etwas ausdruckslosen Erzählstils nicht so richtig fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte.

Kurz gefasst: Mittelmäßiger Historical ohne große Überraschungen.

Joanna Fulford - Verführt im Namen der Krone 04 Sterne.png

Im zweiten Roman in diesem Doppelband wird der Leser in einen Liebesroman mit Spionageplot geworfen, der mir bedeutend besser gefallen hat. Man stelle sich vor. Ein Mann heiratet auf Drängen seines bankrotten Vaters ein junges, vierzehnjähriges Mädchen, verlässt seine frischgebackene Ehefrau direkt nach der Trauung und geht zum Militär. Viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege ausgerechnet in Frankreich, als beide einer Spionagetätigkeit nachgehen, erkennen sich jedoch nicht. Die Erkenntnis kommt jedoch bald- nämlich als „Antonine“ die schöne „Claudine“ zurück nach England geleitet.
Die Probleme die beide miteinander haben und die Aufarbeitung dessen, fand ich sehr plausibel von der Autorin geschildert, zudem untermalen die erotischen Liebesszenen sehr gut, die Liebesgeschichte zwischen Claudia und Anthony, wie die beiden wirklich heißen.
Ebenfalls positiv angetan war ich in dieser zweiten Story von der sehr guten Übersetzung/Bearbeitung, die die anrührende Geschichte perfekt abrundet.

Kurz gefasst: Regency mit Spionageplot und einer anrührenden Liebesgeschichte.