Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Auch wenn Major Dean Garland oft an Vivy denken muss, so war es doch nur etwas für eine Nacht, schließlich gehört seine ganze Aufmerksamkeit seiner Weltraum-Mission. Noch bedeutender wird das als ein Unfall die Mission gefährdet und der Projektleiter von seinen Astronauten volle Konzentration und keine Ablenkung in Form von Wein, Weib und Gesang mehr fordert.

Doch dann erfährt Dean, dass Vivy schwanger ist und dass sie die Tochter des Waffenherstellers Muller ist, der die Mission ausstattet und dessen Material in den Unfall verwickelt war. Einmal davon abgesehen, dass Dean Vivy nie im Stich lassen würde, so drängt nun sein Projektleiter ebenfalls auf eine Hochzeit.

Im Grunde kennt Vivy Major Dean Garland eigentlich nicht. Nun ja, im Bett passen sie gut zusammen, aber mehr weiß sie nicht über ihn. Jetzt von ihren Eltern zu einer schnellen Hochzeit gedrängt zu werden, ist nicht unbedingt das, was sie will. Viel lieber würde sie von Dean um ihrer Selbstwillen geheiratet werden.

„Free Fall“ wurde mir als Lese-Vorschlag einer kleinen Umfrage vorgeschlagen und das hat mich neugierig auf das Buch gemacht. „Free Fall“ ist der 5. Teil der Serie „Fly Me to the Moon“ spielt um die 1950er und 1960er Jahren herum und hat den historischen Wettlauf um die Vorherrschaft im All zum Thema.

Obwohl es eher ungewöhnlich für mich ist, so habe ich darauf verzichtet, die Serie von vorne zu lesen, weil der Klappentext von „Free Fall“ mich am meisten angesprochen hat. Ich finde es jedoch grundsätzlich sehr interessant, dass das Autoren-Duo die Serie so vielfältig angelegt hat, ob alte Liebe, neue Liebe, hetero Liebe und homosexuelle Liebe ist alles dabei.

Vivian wird als relativ junger und etwas naiver Charaktere beschrieben, ganz „Daddys Girl“ und Dean als bodenständigen Typ, der nach dem frühen Tod seiner Mutter für sich beschlossen hat, sich lieber nicht mehr emotional zu engagieren. Vivian muss also erwachsen werden und Dean anfangen sich zu öffnen. Beides wird recht gut, wie ich finde vom Autoren-Duo aufgenommen und ausgearbeitet.

Doch trotz der sehr guten Ansätze fand ich die Geschichte ein wenig flach und farblos geraten. So haben mir die Figuren und die Idee für das Setting richtig gut gefallen, den Erzählstil fand ich jedoch etwas ereignislos. Dazu kam, dass sich beim Lesen bei mir nicht die Atmosphäre einstellen wollte, die ich mir für einen Roman aus dieser Zeit erhofft hatte. Einmal abgesehen von den historischen Ereignissen, so hätte die Geschichte auch heute spielen können.

Kurzgefasst: Trotz Kritik von mir, ein interessanter und unterhaltsamer Liebesroman-Ausflug in eine andere Zeit und ein anderes Setting.