Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Für Broderick MacPherson gibt es nur noch ein Ziel im Leben, seinen Erzfeind Lord Lockhart zur Strecke bringen, doch just als ihm das endlich zu gelingen scheint, tauch Lady Kate, die zur Hochzeit ihres Bruders, Lord John Huxley, mit Brodericks Stiefschwester Annie in Schottland weilt, auf und macht seinen Plan zunichte.

Schottland ist Lady Kate Huxleys Muse und ihre Chance auf Freiheit und Selbstbestimmung – wenn es ihr gelingt, mit ihrem Theaterstück (oder Romane, da hat sie sich noch nicht entschieden) erfolgreich zu sein. Doch zunächst muss es erst einmal fertig geschrieben werden und dazu muss sie in Schottland bleiben.

Und weil da auch noch das Problem ist, dass sie Zeuge von Brodericks Umgang mit seinem Feind wurde, die im Schaden könnten, wenn sie gezwungen wäre sich vor der Obrigkeit zu offenbaren (der Huxley Fluch, ein heftiges Erröten macht jede Lüge hinfällig). Die Lösung für alle ihre Probleme: eine Ehe mit Broderick.

„The Taming of a Highlander“ ist der 2. Teil der magisch angehauchten „Midnight in Scotland“-Serie der Autorin Elisa Braden und erzählt die Geschichte von Kate, der jüngsten der Huxley Geschwister. (Die Geschichten ihrer Schwestern finden sich in der „Rescued from Ruin“-Serie und die Geschichte ihres Bruders im 1. Teil der „Midnight in Scotland“-Serie.)

Kate ist eine warmherzig, empathische, amüsante, „sunshine“-Heldin. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die unnachahmliche Weise beschreibt, wie sie Glück ins Leben der Menschen um sie herum bringt oder wie es ihr gelingt, die MacPherson umzustimmen, wann immer sie anderer Meinung sind als sie.

So dunkel und bitter auch Brodericks Schicksal ist und wie gefährlich auch sein Gegner, so liest sich „The Taming of a Highlander“ doch beschwingt, leicht und fröhlich. So ist es nur nicht höchst amüsant zu verfolgen, wie Kate ihren Willen durchsetzt (der übrigens nie egoistischer Natur ist und stets wohlbedacht), sondern auch dann, wenn Kate etwa für ihr Theaterstück (oder Roman, da ist sie sich noch nicht sicher) recherchiert. Die gute Unterhaltung ist also zum guten Teil Kate zu verdanken, doch auch Broderick, seine Brüder und die Familie Huxley, haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Und dann ist da natürlich auch noch der hervorragende Erzählstil der Autorin. Ein Hauptbestandteil davon ist, dass sie ihren Figuren stets viel Zeit und Raum gibt, um einander kennenzulernen. Das bedeutet jedoch auch, dass sie die Entwicklung der Beziehung ihrer Protagonisten eher langsam angeht.

Wie bereits im 1. Teil der Serie, fiel es mir auch im 2. Teil nicht immer leicht, die zahlreichen schottische/englischen Begriffe in den richtigen Zusammenhang zu bringen und ich musste erneut Begriffe im Wörterbuch nachschlagen. Den Unterhaltungswert der Geschichte hat das jedoch für mich nicht negativ beeinflusst. Ganz im Gegenteil, ich fand diesen Teil sogar noch besser als den 1. Teil der Serie und der hat von mir bereits die volle Punktzahl erhalten.

Kurzgefasst: ein wundervoller historischer Liebesroman, voller Herz, Liebe und Lachen. Volle Punktezahl, mit Sternchen.