Rezensionen

Wildfees Bewertung 04 Sterne.png

Gleich eines vorneweg: Wer sich nach dem letzten Teil des Klappentextes richtet und deswegen eine Art romantische Elfengeschichte erwartet, wird definitiv enttäuscht sein. Von Romantik, Liebe oder Elfen ist, zumindest in diesem ersten Band, keine Spur vorhanden.

Der Roman ist dennoch gute und solide Fantasykost. Der Stil der Autorin ist durchweg anschaulich und lebendig. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die richtige Prise Magie ist vorhanden und vor allem: Die Welt in der die Geschichte spielt, ist sehr liebevoll beschrieben.

Man befindet sich einerseits in einem Königreich an der Schwelle zur industriellen Neuzeit, dann hat man das Gefühl im Amerika des Goldrausches zu sein und dann fühlt man sich ins Mittelalter versetzt. Diese Mischung macht einen nicht unerheblichen Reiz des Romanes aus.

Der Hauptcharakter Karigan ist jedoch der Dreh- und Angelpunkt des Romanes. Die Geschichte beschreibt hauptsächlich ihren Weg und ihre Abenteuer und was sie alles erleben und auf sich nehmen muss.
Zunehmend spielt dabei Magie ein Rolle, Karigan entdeckt immer mehr über sich selbst, ihre Stärken und ihre Schwächen. Leider bleibt in meinen Augen dennoch die Emotionalität ein wenig auf der Strecke, Karigan wirkt auf mich streckenweise einfach zu tough und zu perfekt um wahr zu sein.

Erst zum Ende des Romans ändert sich das ein wenig, als ihre Gefühle intensiver beschrieben werden. Nichtsdestotrotz ist der Roman lesenswert, vor allem für LeserInnnen die gerne über junge Frauen/Mädchen lesen, die sich ihren Platz in der Welt erkämpfen müssen oder nur schwer finden. Ich empfehle den Roman für alle, die die "Schwarzen Magier"- Trilogie von Trudi Canavan gerne gelesen haben.

Wie es mit Karigan weitergeht und welche Abenteuer sie noch erleben wird gibt es in zwei Fortsetzungen zu lesen, die im Frühjahr 2009 erscheinen.