Rezensionen

Ankes Bewertung 02 Sterne.png

Puh, ich glaube, ich war noch nie so froh, dass eine Geschichte endlich fertig gelesen war, wie diese hier.

Wobei er verschiedene Gründe geben kann, warum mir das so vorkam. Zum einen hatte ich in der letzten Zeit eher wenig Lust Liebesromane, bzw. Unterhaltungsromane zu gelesen. Andere Interessensgebiete haben mich zu sehr gefesselt.

Dann könnte es natürlich auch sein, dass Brockmanns Romane einfach mit meinem sich in den Jahren weiterentwickelten Lesegeschmack nicht mithalten konnten; schließlich wurde „Bedingungslos“ im Original auch schon 2001 geschrieben.

Und grundsätzlich ist es dann auch noch so, dass ich diese ‚wir kennen uns von früher‘-Geschichten, fühlten uns schon immer zueinander hingezogen, kam aber wegen moralischer Bedenken einfach nicht zusammen“ nicht sonderlich mag. Auch wenn die Autorin hier recht gute Gründe anführt, warum eine Beziehung ehemals nicht möglich war (der eine Partner war verheiratet).

Auch der Erzählstil, der mehrere Erzählstränge mit verschiedenen Paaren folgt, ist nicht unbedingt und immer genau das was ich bevorzuge. Wobei in diesem Fall, mir die Teil-Geschichte von Sam und Alyssa viel besser gefallen hat als der Rest und ich praktisch nur deswegen weitergelesen habe, um die turbulente Einführung in ihre Beziehung verfolgen zu können. Und für diesen Teil hätte ich dem Buch auch gerne 5 Punkte verliehen.

Aber vielleicht lag es auch an der Hauptfigur selber; und dem „zu gut um es zu glauben“ Helden; die ich als äußerst anstrengend empfand.

Ich habe wenig Geduld mit solchen Heldinnen, aber nun - hätte sie auch nur mal einen Moment nachgedacht, dann hätte es keine Geschichte gegeben, die satte 530 Seiten füllt. Doch egal wie ich Megs Problem für mich im Kopf auch gedreht und gewendet habe, ich konnte keine plausible Erklärung dafür finden, warum sie sich nicht gleich John anvertraut. Auch warum sie sich so lange gegen ihn sträubt, war für mich einfach auch nicht nachvollziehbar. Zu dem er eine Engelsgeduld zeigt, Verständnis im Übermaß aufbringt und praktisch alles riskiert, um ihren Hinten zu retten.

Kurz gefasst: Wenn ein Nebenerzählstrang und seine Figuren, zur Attraktion des Buches werden und man das Buch eigentlich nur deswegen weiterliest, sagt viel aus über Hauptfiguren und Haupterzählstrang. So würde ich der Nebengeschichte von Sam und Alyssa gerne eine Topbewertung geben und wenn mir die Autorin nur Meg als Hauptfigur erspart hätte, dann hätte ich das auch getan. So muss ich das Buch leider insgesamt als mit einem „langweilig“ kennzeichnen.