Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Ich bin an Suzanne Brockmanns "Im Netz der schwarzen Witwe" eher mit Vorsicht herangegangen, doch der bereits 1997 geschriebene Titel hat mich mit seinem soliden Erzählstil und seinen gut ausgearbeiteten Hauptcharakteren wirklich positiv überrascht.

So bietet das Buch zwar weder einen sensationellen Plot, noch sorgt es für Nervenkitzel oder Spannung ohne Ende, doch es erzählt von wirklich interessanten Figuren, deren Entwicklung und Charakterisierung wirklich sehr gut beschrieben wird und damit für gute und kurzweilige Unterhaltung sorgen.

Ich muss Suzanne Brockmann wirklich Respekt zollen, wie es ihr gelingt in diesem engen Rahmen gleich zwei Figuren in ihren Handlungen und Entwicklung für mich als Leser nachvollziehbar und verständlich darzustellen.
Ebenfalls gut hat mir die - wegen der Kürze natürlich nur angedeutete, aber gerade deswegen wohl auch so faszinierende - Charakterisierung der "schwarzen Witwe" gefallen.

Kurz gefasst: Suzanne Brockmann ist einfach eine tolle Autorin, so ist "Im Netz der schwarzen Witwe" - trotz seines Alters - eine unterhaltsame Lektüre, die dazu mit ihren interessanten Figuren besticht.

Nicoles Bewertung 04 05 Sterne.png

Nachdem Tony, John Millers Kollege und bester Freund bei einem Einsatz getötet wird, bei dem John ihn nicht rechzeitig retten konnte, wird der FBI-Agent von Schlaflosigkeit geplagt. Auch seine Gefühlswelt verbirgt er vor allen anderen, was ihm in der Firma den Spitznamen „Der Roboter“ einbringt. Lediglich Daniel Tonaka, Johns neuer Partner, besitzt etwas mehr Einfühlungsvermögen mit dem er zusammen an einem besonderen Fall arbeitet.

Die schwarze Witwe“, eine Frau die sich todkranke Männer angelt und sie nach der Hochzeit tötet um sich zu bereichern, treibt in den USA ihr Unwesen und John und Daniel arbeiten fieberhaft daran, diese Frau zu überführen. Der Verdacht fällt auf Serena Westford, eine angebliche Britin, die momentan auf der Insel Garden Isle lebt. Doch es gibt einen Haken an der Sache. Die Serienkillerin ist äußerst intelligent und vorsichtig. Selbst Photos von ihr, auf denen ihr Gesicht zu sehen ist, liegen dem FBI nicht vor. Daher will sich John auf Garden Isle als todkranker Mann ausgeben und Serena becircen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er sich während seines Undercover-Einsatzes ausgerechnet in Mariah, Serenas Freundin verliebt…

Im Netz der schwarzen Witwe“ ist mein erster Romantic Suspense Roman der Autorin, da mir Military-Romances nicht so sehr liegen. Nachdem ich jedoch so viel Gutes über Suzanne Brockmann gehört habe, wollte ich mir den Auftakt zu ihrer neuen Serie jedoch nicht entgehen lassen. Auf 286 Seiten (Großschrift) erzählt die Autorin die sehr spannende Geschichte zwischen John einem „tortured hero“ und einer jungen Frau, die aufgrund der Tatsache, dass sie keine Modelmaße besitzt, ein wenig unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet. Beide haben jedoch Geheimnisse voreinander. Während es eigentlich Johns Aufgabe ist, die „schwarze Witwe“ zu überführen, verliebt er sich in Mariah, die ihn mit ihrer Natürlichkeit, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Warmherzigkeit bezaubert. Doch Mariah ist in Wahrheit eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die auf Garden Isle unter falschem Namen Stressabbau betreiben und Urlaub machen möchte.

Zwischen beiden funkt es sehr schnell und obwohl ich eigentlich nicht erwartet habe, dass es der Autorin auf so geringer Seitenzahl gelingen könnte sowohl eine glaubwürdige Liebesgeschichte als auch einen spannenden Suspenseplot abzuliefern, hat sie mich in dieser Hinsicht positiv überrascht. Zugegeben, man weiß praktisch von Anfang an, wer die Serienmörderin ist und es ist ein wenig unglaubwürdig, dass sich Serena, obwohl sie John nur ein paar Mal getroffen hat (diese Treffen werden auch nur nebenbei erwähnt) so schnell auf einen Heiratsantrag einlässt, (dies waren auch nur die einzigen Momente für mich, bei denen ich mir ein wenig mehr Ausführlichkeit und mehr Seitenzahlen gewünscht hätte) doch abgesehen davon und der Tatsache dass der Showdown am Ende auch ein wenig rasch abgehandelt wird, habe ich mich sehr gut von Suzanne Brockmanns Roman unterhalten gefühlt. Besonders die Liebesgeschichte zwischen John und Mariah fand ich sehr romantisch und sensibel beschrieben und diese wird auch mit aller möglichen Ausführlichkeit geschildert.

Kurz gefasst: Ein spannender, romantischer Romantic Suspense der schon sehr neugierig auf weitere Bände der Autorin macht!